HWN 1 Eckertalsperre: Route zur Staumauer und Geschichte

HWN 1 Eckertalsperre: Route zur Staumauer und Geschichte

📷 Eckertalsperre von KuNiii, gemeinfrei (Public Domain)

Der Stempelkasten HWN 1 steht an der Staumauer der Eckertalsperre zwischen Bad Harzburg, Ilsenburg und dem Brocken. Das Ziel liegt mitten im Wandergebiet und ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar. Der Weg lohnt sich doppelt: Neben dem Blick über den Stausee erzählen eine erhaltene Grenzsäule und Informationstafeln von der deutschen Teilung.

Staumauer, Trinkwasser und ehemalige Grenze

Die Harzwasserwerke errichteten die Eckertalsperre von 1939 bis 1943. Die 235 Meter lange Gewichtsstaumauer hält dem Wasserdruck durch ihr Eigengewicht stand. Der Speicher dient der Trinkwassererzeugung, dem Hochwasserschutz und der Energiegewinnung; sein Wasser versorgt unter anderem Orte im Raum Goslar, Braunschweig und Wolfsburg.

Von 1949 bis 1990 verlief die innerdeutsche Grenze durch den Stauraum und über die Mauerkrone. Der östliche Teil war damals durch Mauer und Stacheldraht abgetrennt. Heute kannst du die Staumauer wieder vollständig überqueren. Die Harzer Wandernadel kürte den Ort 2007 zur schönsten Stempelstelle.

Sinnvolle Startpunkte und Tourvarianten

  • Kürzester Zugang ab Taternbruch: Die Harzer Wandernadel empfiehlt den Parkplatz Taternbruch an der B4, kurz hinter dem Radauwasserfall in Fahrtrichtung Torfhaus. Von dort führt ein ausgeschilderter Wanderweg zur Staumauer. Die genaue Länge hängt von der benutzten Parkfläche und aktuellen Wegführung ab; plane Hin- und Rückweg mit einer Wanderkarte.
  • Runde mit Bad-Harzburg-Stempeln: Konditionsstarke Wanderer können HWN 1 mit dem Skidenkmal (HWN 19), Molkenhaus (HWN 169) oder der Rabenklippe (HWN 170) verbinden. Das wird je nach Auswahl eine lange Tagestour.
  • Weiter zum Scharfenstein: Südlich der Talsperre führt die beschilderte Verbindung zur Rangerstation Scharfenstein (HWN 2). Feuchte Passagen an der Ecker können über Bohlenstege führen und nach Regen rutschig sein.

Der Stausee ist ein Trinkwasserreservoir. Baden, Wassersport und Abkürzungen abseits freigegebener Wege sind daher tabu. Im Nationalpark gilt außerdem Wegegebot und ganzjährige Leinenpflicht.

Schwierigkeit und beste Vorbereitung

Der Zustieg verläuft überwiegend auf Wald- und Wanderwegen, ist aber keine kurze Promenade vom Parkplatz. Feste Schuhe, ausreichend Wasser und eine Offline-Karte gehören in den Rucksack. Nach Regen sind nasse Wurzel- und Bohlenpassagen möglich; bei Schnee oder Eis steigt der Anspruch deutlich. Unmittelbar vor, während und einige Tage nach Sturm solltest du den Wald meiden.

An der Staumauer gibt es keine verlässlich geöffnete Einkehr. Öffnungszeiten und Fahrpläne möglicher Anschlusspunkte ändern sich saisonal. Prüfe deshalb vor dem Start die aktuellen Wegesperrungen und plane Verpflegung unabhängig von Gastronomie.

Dieser 📍 Google-Maps-Link markiert HWN 1 an der Staumauer, nicht den Parkplatz Taternbruch.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

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Quellen und aktuelle Planung

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