HWN 21 Helenenruh: Zustieg und Elendstalblick
📷 Helenenruh Schierke von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Die Helenenruh (HWN 21) liegt auf etwa 600 Metern Höhe zwischen Schierke und Elend. Der Rastplatz befindet sich hoch über dem Schluchttal der Kalten Bode. Bei freier Sicht öffnet sich der Blick in das rund 150 Meter tiefere Elendstal und bis zum Brocken. Wie weit die Aussicht tatsächlich reicht, hängt von Vegetation, Wetter und Wolkenlage ab.
Der belegte Zustieg aus Schierke
Die Harzer Wandernadel beschreibt einen kurzen Zugang vom Campingplatz in Schierke: Ein kleiner Pfad führt am Hotel beziehungsweise Ferienpark „Brockenblick“ vorbei und anschließend links hinauf zum Aussichtspunkt. Verlasse dich im verzweigten Gelände auf die aktuelle Ausschilderung und eine offline gespeicherte Karte.
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, erreicht Schierke mit der Harzer Schmalspurbahn oder per Bus aus Richtung Wernigerode beziehungsweise Braunlage. Vom Bahnhof liegt noch ein zusätzlicher Fußweg bis in den Ort vor dir. Fahrpläne und Haltestellen solltest du am Tourtag prüfen.
Varianten über Elend und Barenberg
Von Elend lässt sich die Helenenruh als Ziel einer ansteigenden Waldwanderung einplanen. Eine schöne Kombination verbindet die Station mit der Aussichtskanzel Barenberg (HWN 20) und den Schnarcherklippen (HWN 14). Diese Runde enthält schmale, wurzelige und teils steile Abschnitte. Plane sie anhand einer aktuellen Karte, statt dich auf pauschale Kilometerangaben zu verlassen.
Für einen kurzen Stempelbesuch gehst du auf dem Zugangsweg zurück. Für eine längere Runde durchs Elendstal brauchst du mehr Trittsicherheit und Kondition. Der Talgrund kann nach Regen nass sein, während die Hänge durch Laub oder Eis rutschig werden.
Woher kommt der Name Helenenruh?
Der Rastplatz wird mit dem Magdeburger Industriellen und Pflanzensammler Hermann Gruson (1821–1895) und seiner zweiten Frau Helene Gruson verbunden. Lokale Überlieferungen berichten, Hermann habe den Ruheplatz für Helene anlegen und den Blick nach Schierke und zum Brocken freihalten lassen. Die Deutsche Nationalbibliothek bestätigt Grusons Lebensdaten, Beruf und die Beziehung zu Helene; die konkrete Geschichte des Rastplatzes ist hingegen vor allem regional überliefert.
Die offizielle HWN-Seite beschreibt den Stempel in einer Schutzhütte. Da Ausstattung und Zustand eines Wald-Rastplatzes sich verändern können, solltest du dennoch weder Wetterschutz noch Sitzplätze fest einplanen.
Praktische Hinweise
Der Pfad ist nicht kinderwagen- oder rollstuhltauglich. Feste Schuhe sind sinnvoll, bei Schnee und Eis kann der Besuch ungeeignet sein. Eine verlässlich geöffnete Einkehr gibt es unmittelbar am Stempel nicht. Prüfe Öffnungszeiten in Schierke separat und nimm Wasser mit.
Standort
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.