HWN 39 Tagebau Felswerke: Aussichtspunkt und Kalkabbau

HWN 39 Tagebau Felswerke: Aussichtspunkt und Kalkabbau

📷 Tagebau Felswerke von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

HWN 39 ist ein ungewöhnlicher Aussichtsstempel: Die Stempelstelle 39 liegt am Ortsrand von Elbingerode oberhalb des aktiven Kalktagebaus der Fels-Werke. Vom ausgewiesenen Standort blickst du in die gestufte Abbaufläche; eine Tafel erklärt Geologie und Gewinnung. Der Aussichtspunkt ist der sichere Ort für den Blick – das Betriebsgelände selbst ist tabu.

Warum wird hier Kalk abgebaut?

Das Elbingeröder Kalkmassiv entstand vor rund 350 Millionen Jahren im Devon, als große Teile des heutigen Harzes unter Wasser lagen. Aus abgelagerten Organismen bildete sich ein besonders reiner und mächtiger Kalkstein. Der Betreiber nennt für den Harzer Kalk eine Reinheit von mehr als 97 Prozent und für den Elbingeröder Komplex eine Mächtigkeit von etwa 400 Metern.

Der moderne Tagebau ging nach Erkundungen ab 1971 im Jahr 1973 regulär in Betrieb. Laut Fels werden dort bis zu drei Millionen Tonnen Kalkstein pro Jahr gewonnen und weiterverarbeitet. Ein großer Teil des Materials gelangt über Förderanlagen und anschließend per Bahn zu Kunden. Diese Dimensionen lassen sich vom Aussichtspunkt besser einordnen als aus einem Foto.

Kurzer Zustieg aus Elbingerode

Die Harzer Wandernadel empfiehlt das Ortszentrum von Elbingerode als Start. Von dort folgst du der Torstraße und anschließend den markierten Wegen. Parke nur auf öffentlichen, ausgewiesenen Flächen und nicht an Werkzufahrten. Elbingerode ist auch mit regionalen Bussen erreichbar; die konkrete Verbindung sollte am Tourtag geprüft werden.

Der Weg ist vergleichsweise kurz, aber kein Betriebsausflug in den Steinbruch. Absperrungen, Warnschilder und Anweisungen sind unbedingt zu beachten. Sprengungen und Schwerverkehr gehören zum laufenden Betrieb. Drohnenflüge, das Übersteigen von Zäunen oder ein Abstieg in den Tagebau sind keine zulässigen Abkürzungen.

Tourvarianten

  • HWN 39 als Einzelziel: Vom Ortszentrum zum Aussichtspunkt und zurück. Diese Variante eignet sich, wenn du den Stempel mit einem Besuch Elbingerodes verbinden möchtest.
  • Kalklandschaft-Runde: Der Galgenberg (HWN 38) ist die naheliegende Ergänzung. Dort erlebst du die offene Kalkhochfläche und ihre Vegetation; am Tagebau siehst du die industrielle Nutzung desselben geologischen Raums.
  • Bergbau-Tag: Das Schaubergwerk Büchenberg (HWN 37) ergänzt den Tagebau um historischen Erzbergbau unter Tage. Für eine Führung gelten eigene Öffnungs- und Buchungszeiten.

Praktische Hinweise

Der Aussichtspunkt ist offen und kann windig sein. Sonnenschutz, eine winddichte Lage und ausreichend Wasser sind sinnvoll. Staub, Betriebsgeräusche und zeitweise eingeschränkte Sicht gehören zu einem aktiven Industriestandort. Mit kleinen Kindern solltest du besonders konsequent an den markierten Wegen bleiben.

Eine Einkehr direkt am Stempelkasten gibt es nicht. Angebote im Ort sowie Öffnungszeiten sind vorab zu prüfen. Nach Regen können die Zuwege rutschig sein; bei Eis oder schlechter Sicht ist ein anderer Termin die bessere Wahl.

Anfahrt

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

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Quellen und aktuelle Planung

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