HWN 75 Hahnenkleeklippen: Tour ab Königskrug
📷 Hahnenkleeklippe von Kassandro unter Lizenz CC BY-SA 3.0
Die Hahnenkleeklippen liegen auf 758 Metern Höhe hoch über dem Odertal zwischen Braunlage und St. Andreasberg. Der Name geht auf die alte Flurbezeichnung „Hohe Klippen“ zurück und hat nichts mit dem Ort Hahnenklee zu tun. Die Felszone bildet nach offizieller HWN-Angabe eine etwa 700 Meter breite Wand. Von der Aussicht sieht man zum Rehberg, auf den Rehberger Graben und hinab zur Oder.
Der Stempelkasten steht in der Hütte am Abzweig zu den Klippen. Ein schmaler Pfad führt von dort erst zum eigentlichen Aussichtspunkt. Diese Trennung ist wichtig: Für den Stempel muss niemand bis an eine exponierte Felskante gehen, und bei Eis oder Sturm kann der Aussichtspartikel ausgelassen werden.
Tourenplanung und Startpunkte
Der günstigste Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz Königskrug an der B 4. Von dort folgt man den ausgeschilderten Nationalparkwegen Richtung Hahnenkleeklippen. Da Nationalparkwege und winterliche Bedingungen Änderungen unterliegen, sollte die konkrete Distanz anhand der aktuellen Karte und der vor Ort freigegebenen Route ermittelt werden.
Längere Wanderungen lassen sich mit dem Rehberger Graben, Oderteich oder St. Andreasberg verbinden. Diese Kombinationen überschreiten schnell den Rahmen eines kurzen Stempelgangs und führen teils auf höhere, wetteranfällige Lagen. Eine Abkürzung quer durch den Nationalpark ist ausgeschlossen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln plant, prüft Haltestelle Königskrug und den Fahrplan für Hin- und Rückfahrt.
Wegcharakter, Saison und Einkehr
Forst- und Waldwege führen zur Hütte; der letzte Aussichtspfad ist schmal, naturbelassen und bei Nässe oder Schnee rutschig. Auf über 700 Metern können Temperatur, Wind und Schneelage deutlich rauer sein als in Braunlage. Feste Schuhe, warme Reserve und eine Offlinekarte gehören auch bei gutem Talwetter in den Rucksack.
Direkt an der Hütte gibt es keine garantierte Versorgung. Einkehrmöglichkeiten am Königskrug, in Braunlage oder St. Andreasberg sind von Öffnungszeiten abhängig. Im Nationalpark gelten Wegegebot, Leinenregeln und aktuelle Sperrbeschilderung ohne Ausnahme.
Konkreter Tourencheck
Königskrug ist der Referenzstart für HWN 75. Schon dort wird die Wetterlage der 758 Meter hohen Klippen geprüft, denn Wind, Schnee und Temperatur können deutlich von Braunlage abweichen. Der Stempel sitzt in der Hütte am Abzweig; der schmale Pfad zur Aussicht ist ein freiwilliger Zusatz. Bei Eis oder starkem Wind kann man deshalb am Kasten umkehren, ohne das Stempelziel zu verpassen.
Der Weg liegt im Nationalpark. Markierte Routen, Leinenregeln und Sperrhinweise gelten auch dann, wenn eine Offlinekarte eine kürzere Linie zeigt. Verbindungen zu Rehberger Graben oder Oderteich ergeben lange Höhenwanderungen mit wenig Versorgung und brauchen zusätzliche warme Kleidung. Wer den Bus nutzt, kontrolliert Hin- und Rückfahrt für die Haltestelle Königskrug. Eine mögliche Einkehr wird nur nach bestätigter Öffnung eingeplant; an Hütte und Klippen gibt es kein Trinkwasser.
Navigation zum Stempelkasten
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.