HWN 83 Austbergturm: Aufstieg und Aussicht

HWN 83 Austbergturm: Aufstieg und Aussicht

📷 Austbergturm von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

Der Austbergturm steht auf einer niedrigen, aber aussichtsreichen Erhebung nordwestlich von Benzingerode. HWN 83 ist deshalb ein gutes Ziel für eine kürzere Tour am nördlichen Harzrand. Vom Turm reicht der Blick bei klarer Luft zum Brocken, nach Wernigerode, über den Struvenberg und weit in das Harzvorland. Besonders am späten Nachmittag ist die Lage attraktiv, doch für den Rückweg sollte dann eine Lampe mitgeführt werden.

Der Stempelkasten befindet sich am Turm. Die Aussicht setzt voraus, dass der Aufgang geöffnet und sicher begehbar ist; der Stempel selbst bleibt auch dann das eigentliche Ziel, wenn Wetter oder eine vorübergehende Sperrung den Aufstieg verhindern. Bei Eis, Gewitter oder starkem Wind gehört niemand auf einen Aussichtsturm.

Vom Wartturm zum Aussichtspunkt

Der Austbergturm entstand im Mittelalter als Beobachtungs- und Signalturm. Die Harzer Wandernadel ordnet ihn dem Wehrsystem der Regensteiner Grafen zu und datiert seine Errichtung um 1250. Von der erhöhten Position ließen sich Wege und das offene Vorland kontrollieren. Damit erklärt sich auch die gute Sicht, die Wanderer heute suchen.

Nach langer Nutzungsgeschichte war eine umfangreiche Instandsetzung nötig. Die Restaurierung begann in den 2000er Jahren; die Stadt Wernigerode nennt den Abschluss von Dach und Ausbau Ende 2009. Der wiederhergestellte Turm besitzt ein Dach und eine Wetterfahne. Beim Besuch sollte man auf das historische Mauerwerk Rücksicht nehmen und Engstellen auf der Treppe abwarten.

Kurzer Zustieg ab Benzingerode

Der direkteste Start liegt in Benzingerode. Von den örtlichen Straßen führen ausgeschilderte Wege über Feld- und Waldrandabschnitte zum Austberg. Die Route ist nicht lang, gewinnt aber stetig Höhe. Bei Sonne fehlt auf Teilen des Zustiegs Schatten; an heißen Tagen sind Morgen oder Abend angenehmer. Nach Regen können lehmige Abschnitte am Hang glatt werden.

Wer mit dem Bus oder der Harzquerbahn anreist, plant den zusätzlichen Weg vom jeweiligen Halt im Ort ein. Das Auto bleibt auf regulären Stellflächen in Benzingerode; landwirtschaftliche Zufahrten und Feldränder dürfen nicht zugestellt werden. Eine aktuelle Wanderkarte hilft, die passende Ortsquerung zu wählen.

Verbindung nach Heimburg und zum Stapenberg

Für eine längere Tour lässt sich der Austberg mit der Altenburg bei Heimburg (HWN 84) verbinden. Diese Strecke führt über den offenen Harzrand und macht die historische Kette aus Warte und Burgplatz verständlich. Auch der Stapenberg liegt in der weiteren Umgebung. Die Entfernungen zwischen den Höhen werden bei Hitze oft unterschätzt, weil offene Feldwege wenig Schutz bieten.

Eine verlässlich geöffnete Einkehr gibt es am Turm nicht. Getränke und ein kleiner Imbiss gehören daher in den Rucksack. Familien finden einen überschaubaren Zustieg, sollten Kinder auf der Turmtreppe aber eng begleiten. Im Winter ist die Stempelwanderung möglich, der Aufstieg kann bei Schnee und Eis jedoch ungeeignet sein.

Stempel in der Nähe

Anfahrt zur Stempelstelle

Die Zielkoordinaten führen zum Stempelkasten, nicht automatisch zu einem legalen Parkplatz. Über diesen 📍 Google-Maps-Link lässt sich HWN 83 öffnen.

Auf einem Smartphone kann auch der 🗺️ Geo-Link in einer Karten-App geöffnet werden.

Quellen und weiterführende Informationen

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