HWN 108 Sudmerberger Warte: Turmweg bei Goslar

HWN 108 Sudmerberger Warte: Turmweg bei Goslar

📷 SudmerbergTurm von Kassandro unter Lizenz CC BY-SA 3.0

Die Sudmerberger Warte steht auf dem 354 Meter hohen Sudmerberg östlich von Goslar. HWN 108 verbindet einen historischen Wachtturm mit einem weiten Blick über Goslar, das Harzvorland und bei klarer Sicht bis zum Brocken und zu den Halberstädter Türmen. Der Stadtteil Sudmerberg trägt seinen Namen nach dem Höhenzug und bietet den naheliegendsten Zugang.

Turm und Stempel müssen getrennt betrachtet werden. Der Aussichtsturm kann aus Sicherheitsgründen geschlossen sein, während die Wanderung zum Stempelkasten grundsätzlich möglich bleibt. Eine Absperrung wird nicht umgangen.

Äußerer Schutzring der Reichsstadt

Goslars Befestigungen wurden seit dem 11. Jahrhundert erweitert. Im 15. Jahrhundert kam ein äußerer Sicherungsring hinzu, zu dem auch die Warte auf dem Sudmerberg gehörte. Zunächst stand hier wahrscheinlich ein Holzturm, später ersetzte ihn die steinerne Warte. Licht- und Flaggensignale konnten die Stadtwachen früh vor Gefahren warnen.

Der Turm wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs militärisch genutzt. Danach wandelte er sich zum Aussichtspunkt. Nach einer längeren Schließung ab 2013 wurde die Anlage saniert und wieder geöffnet. Diese Nutzungsgeschichte erklärt, warum der Platz zugleich Denkmal, Landmarke und Wanderziel ist.

Vom Turm aus ließen sich früher Signale über große Distanz weitergeben. Heute helfen Karten und Panoramaangaben, Brocken, Goslar und Harzvorland zuzuordnen. Ein Fernglas erweitert den Blick, darf auf der engen Plattform aber keine anderen Besucher behindern.

Saisonale Turmöffnung

Die Harzer Wandernadel weist darauf hin, dass sich die Stadt Goslar eine Schließung des Turms vom 1. November bis 31. März wegen Schnee- und Eisgefahr vorbehält. Das ist keine automatische Zusage für jeden übrigen Tag: Auch Sturm, Schäden oder Arbeiten können den Aufstieg verhindern. Vor einer Wintertour wird der aktuelle Status geprüft.

Bei Gewitter, Eis und starkem Wind bleibt man grundsätzlich unten. Die Turmtreppe kann eng sein; Gegenverkehr wird abgewartet und Kinder werden begleitet. Aussicht ist nie wichtiger als eine Absperrung.

Zugang vom Stadtteil Sudmerberg

Der praktische Start liegt im gleichnamigen Goslarer Stadtteil. Von regulären Straßen und Stellflächen führen markierte Wege bergauf in das Wald- und Offenland am Turm. Wohnstraßen, Einfahrten und Rettungswege bleiben frei. Wer aus der Goslarer Innenstadt startet, erhält eine längere Stadt- und Landschaftswanderung.

Der Untergrund wechselt zwischen befestigten Wegen und natürlichen Abschnitten. Nach Regen kann der Hang weich sein; im Winter hält sich Glätte auf der Höhe. Direkt am Turm gibt es keine verlässlich geöffnete Einkehr, daher gehören Wasser und Snack mit.

Als längere Stempeltour lässt sich HWN 108 Richtung Steinberg und Goslarer Waldrand erweitern. Der Steinbergturm (HWN 111) liegt jedoch nicht als kurzer Nebenabstecher direkt nebenan. Eine aktuelle Karte verhindert, dass Straßenachsen oder die A36 zu ungeeigneten Fußverbindungen führen.

Auch Radfahrende schieben auf schmalen oder stark frequentierten Zugängen und stellen Räder so ab, dass Treppe und Rettungsweg frei bleiben. Der Turm selbst wird ausschließlich zu Fuß bestiegen.

Stempel in der Nähe

Anfahrt zur Stempelstelle

Die Zielkoordinaten führen zum Stempelkasten, nicht automatisch zu einem legalen Parkplatz. Über diesen 📍 Google-Maps-Link lässt sich HWN 108 öffnen.

Auf einem Smartphone kann auch der 🗺️ Geo-Link in einer Karten-App geöffnet werden.

Quellen und weiterführende Informationen

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