HWN 168 Dreieckiger Pfahl: Tour ab Oderbrück
📷 Schutzhütte Dreieckiger Pfahl von Frank Hebestreit unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Der Dreieckige Pfahl ist ein historischer Grenzstein im Nationalpark Harz, gelegen zwischen Torfhaus und Oderbrück. Ursprünglich markierte er ein Dreiländereck und später die Grenze zwischen DDR und BRD. Heute verläuft hier die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Eine Schutzhütte mit Stempelkasten lädt zur Rast ein. 🏞️
Historische Bedeutung
Die Grenzstelle und die Bezeichnung „Dreieckiger Pfahl“ sind seit dem späten 17. Jahrhundert überliefert; auf einer historischen Karte findet sich der Vermerk „drey Eckjer Pfahl anno 1698“. Der heute sichtbare, 1,35 Meter hohe Granitstein wurde dagegen erst vor 1866 gesetzt. Seine Kürzel KH und HB standen damals für das Königreich Hannover und das Herzogtum Braunschweig. Später verlief hier die Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik Deutschland, heute die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. 1
Wanderwege zum Dreieckigen Pfahl
- Vom Ehrenfriedhof: Kurzer Weg vom Parkplatz zum Dreieckigen Pfahl. Von dort Weiterwanderung zum Brocken (HWN 9) oder Wurmberg (HWN 156). 2
- Ab Braunlage/Wurmberg: Entlang des Kolonnenwegs erreichbar. 3
Orientierung am Wegkreuz
Der Stempelkasten hängt in der Schutzhütte am historischen Wegkreuz auf rund 878 Metern Höhe. Nach Süden führt die Verbindung zum Wurmberg, nach Norden in Richtung Brocken, nach Osten über die Sandbrinkstraße nach Schierke und nach Westen nach Oderbrück beziehungsweise zum Ehrenfriedhof. Gerade weil hier mehrere breite Wege zusammentreffen, sollte die gewünschte Rückrichtung vor dem Weitergehen auf Karte oder Wegweiser geprüft werden.
Für einen kurzen Stempelausflug ist der kleine Parkplatz am Ehrenfriedhof der naheliegende Start. Eine Brocken- oder Wurmberg-Verlängerung macht daraus hingegen eine lange Hochharztour mit zusätzlichen Höhenmetern. Distanz und Rückweg müssen vorab geplant werden; die Schutzhütte ist keine bewirtschaftete Einkehr. Wetterfeste Kleidung, Wasser und eine offline verfügbare Karte sind auch im Sommer sinnvoll.
Nationalpark, Wetter und Saison
Das Hochplateau ist wind- und wetterexponiert. Schnee, Eis, Nebel und Sturm können die Bedingungen schnell verändern; bei schlechter Sicht sehen ähnliche Forst- und Plattenwege leicht gleich aus. Auf dem früheren Kolonnenweg sind harte Betonplatten und unebene Übergänge typisch. Für einen normalen Kinderwagen ist die Strecke deshalb nicht durchgehend komfortabel.
Der Dreieckige Pfahl liegt im Nationalpark Harz. Es gilt das Wegegebot, Hunde gehören an die Leine, und Sperrungen wegen Sturmwurf, Waldbrandgefahr oder Bauarbeiten sind zu respektieren. Vor längeren Kombinationen sollte die aktuelle Wegesperrungsseite des Nationalparks geprüft werden. Im Winter ist aus einem kurzen Sommerweg rasch eine anspruchsvolle Schneetour.
Start und Rückweg eindeutig planen
Der Navigationslink zeigt die Hütte im Gelände. Für den kurzen Zugang muss separat der Parkplatz am Ehrenfriedhof als Start gewählt werden; eine direkte Autoanfahrt zum Stempelkasten ist nicht möglich. An stark besuchten Tagen sind die wenigen Stellplätze schnell belegt, weshalb Oderbrück als alternativer Ausgangspunkt geprüft werden kann. Öffentliche Verkehrsmittel im Hochharz verkehren saison- und tagesabhängig.
Wer zum Brocken oder Wurmberg weitergeht, notiert sich die Abzweigung für den Rückweg und legt eine feste Umkehrzeit fest. Bei Nebel, einsetzendem Schneefall oder Gewitter wird die Tour verkürzt. Die Hütte schützt vor einem Schauer, ist aber keine Notunterkunft für eine ungeplante Nacht.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.