HWN 180 Alter Kohlenschacht: Tour ab Ballenstedt
📷 Stempelstelle 180 HWN von Olaf Meister unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Der Alte Kohlenschacht liegt etwa 1 km südlich von Opperode, einem Ortsteil von Ballenstedt in Sachsen-Anhalt. Heute befindet sich hier die Stempelstelle 180 der Harzer Wandernadel.
Historischer Hintergrund
Bereits 1557 wurde im Amt Ballenstedt ein Steinkohlebergwerk betrieben. 1584 erhielt der Münzmeister Daniel Stumpfeld ein Privileg zur Veredelung von Steinkohle – eines der ersten Patente dieser Art.
Wanderwege zum Alten Kohlenschacht
- Wanderparkplatz “Am Kohlenschacht”: Nur 800 m Fußweg zur Stempelstelle.
- Parkplatz Schloss Ballenstedt: Etwa 3,4 km entfernt.
- Opperode, Stahlsberg: Rund 1 km Entfernung.
- Meisdorf, Parkplatz an der Allee: Ungefähr 3,1 km entfernt.
- Selkemühle: Ca. 7,3 km Entfernung.
Kurzer Zugang und längere Runde
Der offizielle HWN-Zugang beginnt am Wanderparkplatz an der Straße Am Kohlenschacht. Von dort folgt man der Beschilderung durch den Wald zum Rastplatz und Stempelkasten auf etwa 263 Metern Höhe. Für einen kurzen Besuch ist diese Variante deutlich übersichtlicher als ein Start am Schloss oder im Selketal. Die genannten Entfernungen anderer Ausgangspunkte hängen von der konkreten Wegwahl ab und sollten nicht als garantierte Routenkilometer verstanden werden.
Die Stadt Ballenstedt führt den Kohlenschacht als Geopunkt und bindet ihn in das örtliche Rundwanderwegenetz ein. Wer weiterwandern möchte, folgt dem Falkenweg zur Selkesicht an der Ackeburg HWN 204 oder verbindet Opperode mit dem Bismarckturm HWN 199. Diese Erweiterungen enthalten zusätzliche Steigungen und benötigen eine aktuelle Karte.
Was vor Ort zu sehen ist
Der Name erinnert an den seit 1557 belegten Steinkohlenbergbau bei Opperode. Das Privileg von 1584 für ein Verfahren zur Kohleveredelung zählt die offizielle Darstellung zu den frühen Patenten dieser Art. Der heutige Platz ist jedoch kein begehbares Bergwerk. Schächte, Geländekanten und technische Relikte werden nicht betreten.
Die Waldwege sind grundsätzlich moderat, können nach Regen aber weich und im Herbst durch Laub rutschig sein. Am Rastplatz gibt es keine verlässliche Bewirtschaftung. Wasser und Proviant gehören deshalb in den Rucksack. Bei Forstarbeiten oder Waldbrandgefahr können Wege kurzfristig gesperrt werden; Hinweise vor Ort haben Vorrang.
Parken und Rückweg
Der Navigationslink endet am Stempelkasten im Wald. Für die Autoanfahrt wird deshalb ausdrücklich der Wanderparkplatz „Am Kohlenschacht“ gewählt. Forsthaus, Waldwege und private Grundstückszufahrten sind keine alternativen Parkflächen. Nach dem Stempeln führt der kürzeste Rückweg auf derselben markierten Strecke zurück.
Wer bis zur Selkesicht weitergeht, speichert die Abzweigung des Falkenwegs und legt vorab fest, ob dieselbe Strecke zurückgelaufen oder eine Runde geschlossen wird. Die Selketalhänge erhöhen die Anforderung deutlich. Bei nassem Wetter sind Wanderstöcke auf längeren Abstiegen hilfreich. Alte Halden oder Vertiefungen neben dem Weg werden nicht erkundet, auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos aussehen.
Für eine kulturgeschichtliche Tour lohnt es sich, die Informationstafel am Rastplatz in Ruhe zu lesen. Der Stempel allein erklärt den frühen Kohlebergbau nicht; die Geländeformen dürfen zugleich nicht ohne Beleg als konkrete Schachtreste interpretiert werden.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.