HWN 192 Historischer Gipsbrennofen: Runde ab Neuhof
📷 Gipsbrennofen Neuhof von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Der historische Gipsbrennofen liegt westlich von Neuhof am Lehrpfad um die Kranichteiche. Die heute sichtbare Anlage wurde nach historischem Vorbild errichtet und am 21. Oktober 2006 erstmals in Betrieb genommen; sie ist damit kein unverändert erhaltener mittelalterlicher Ofen. Die Mönche des Klosters Walkenried legten hier im 13. Jahrhundert Teiche zur Fischzucht an. Der Gipsbrennofen ist eine Station des Rundwegs.
Kloster Walkenried
Das nahegelegene Kloster Walkenried wurde 1127 gegründet und war eines der bedeutendsten Zisterzienserklöster Deutschlands. Die Mönche prägten die Region durch ihre wirtschaftlichen Aktivitäten, darunter Fischzucht und Landwirtschaft.
Wanderwege zum Historischen Gipsbrennofen
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Startpunkt: Dorfgemeinschaftshaus Neuhof
Folgen Sie dem Kranichteich-Lehrpfad für eine leichte Runde um die Teiche. Die aktuelle Tourist-Information nennt circa 2 km; ältere Beschreibungen geben je nach Einstieg und Wegführung bis zu 3 km an. -
Startpunkt: Bad Sachsa
Eine ca. 7 km lange Route führt vorbei an der Ruine Sachsenburg und der Sachsensteinhütte (Stempelstelle 166) zum Gipsbrennofen.
Familienrunde und Karstlandschaft
Der Stempelkasten steht auf etwa 272 Metern Höhe direkt beim Ofen. Der Rundweg ab Dorfgemeinschaftshaus Neuhof führt durch die drei verbundenen Kranichteiche und am Priesterstein vorbei. Die örtliche Tourist-Information beschreibt ihn als familiengeeignet. Naturboden, Nässe und jahreszeitliche Pflegearbeiten können die tatsächliche Kinderwagen-Eignung dennoch beeinflussen.
Die Teiche sind Lebensraum für Wasservögel. Besucher bleiben auf dem Lehrpfad, halten Abstand zu Brutplätzen und füttern keine Tiere. Im offenen Karstgelände fehlt stellenweise Schatten; bei Sonne sind Wasser und Kopfbedeckung sinnvoll. Nach Regen können Teichufer und Wiesenwege rutschig sein.
Mit HWN 166 verbinden
Die Sachsensteinhütte HWN 166 ist die naheliegende Erweiterung. Sie führt aus der Teichlandschaft hinauf auf das Gipsmassiv und verlangt mehr Trittsicherheit. Wer ab Bad Sachsa startet, plant die komplette Strecke samt Rückweg statt sich auf eine pauschale Sieben-Kilometer-Angabe zu verlassen.
Direkt am Ofen gibt es keine dauerhafte Bewirtschaftung. Vorführungen oder Veranstaltungen am Gipsbrennofen finden nur zu angekündigten Terminen statt. Die Stempelstelle bleibt davon unabhängig ein Wanderziel; aktuelle lokale Hinweise und Sperrungen sind zu beachten.
Anreise und Lernstationen
Der Navigationslink markiert den Ofen. Für die Rundwanderung wird zuerst das Dorfgemeinschaftshaus Neuhof als Ausgangspunkt gewählt. Dort beginnt die lokale Beschilderung; landwirtschaftliche Wege und Teichzufahrten werden nicht zugeparkt. Wer aus Bad Sachsa zu Fuß kommt, muss den zusätzlichen Hin- und Rückweg vollständig einrechnen.
Informationstafeln am Lehrpfad erklären Teichwirtschaft, Karst und Ortsgeschichte. Die Anlage wird nicht selbst befeuert, geöffnet oder mit Material befüllt. Kinder können den Aufbau aus sicherer Entfernung betrachten. Bei angekündigten Vorführungen gelten die Absperrungen und Anweisungen der Veranstalter.
Für Vogelbeobachtung eignen sich ruhige Tageszeiten. Hunde bleiben an den Teichen unter Kontrolle, und Futterreste werden nicht ins Wasser geworfen. Ein Rundgang ist auch ohne Veranstaltung gehaltvoll, wenn genügend Zeit für die Tafeln eingeplant wird.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.