HWN 200 Burg Falkenstein: Wanderung zum Museum
📷 Burg Falkenstein (Harz) von Joachim Schneeleopard unter Lizenz CC BY-SA 3.0 de
Die Burg Falkenstein thront auf einem Felsrücken hoch über dem Selketal. Sie zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen des Harzes und ist zugleich Museum, Kulturdenkmal und HWN-Ziel. Für den Stempel ist bereits eine Waldwanderung nötig; der Besuch der Innenräume wird separat mit Eintritt und Öffnungszeit geplant.
Historische Bedeutung
Im 12. Jahrhundert verlegten die Edelfreien von der Konradsburg ihren Sitz ins Selketal und nannten sich fortan von Falkenstein. Unter Hoyer II. wurde die Anlage im 13. Jahrhundert erweitert. Mit ihm verbindet sich der Sachsenspiegel, eines der wichtigsten mittelalterlichen Rechtsbücher. Dass Eike von Repgow das Werk direkt auf Burg Falkenstein verfasste, wird häufig erzählt, ist aber nicht zweifelsfrei belegt und sollte als Überlieferung verstanden werden.
Seit 1437 prägte die Familie von der Asseburg die Anlage und ließ sie vom 15. bis 17. Jahrhundert ausbauen. Das Museum öffnete 1946 und wird heute von der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt getragen. Neben Wohn- und Wehrarchitektur erklären Ausstellungen die Burggeschichte und den Sachsenspiegel. Museum, Veranstaltungen und Gastronomie können unterschiedliche Zeiten haben.
Wanderwege zur Burg Falkenstein
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Parkplatz „Gartenhaus“: Der offizielle Burgflyer nennt vom Parkplatz an Tourist-Information beziehungsweise Gaststätte einen etwa 1,9 Kilometer langen Fußweg durch das Naturschutzgebiet. Privatfahrzeuge fahren nicht bis zum Burgtor.
- Selketal-Stieg: Von Meisdorf oder aus dem Selketal wird der Anstieg deutlich länger und steiler. Dafür öffnen sich unterwegs Ansichten auf die Burg und die Flusstäler.
- Stempelrunde: Die Selkesicht an der Ackeburg (HWN 204) zeigt die Burg von gegenüber. Dazwischen liegt jedoch ein tiefer Taleinschnitt; beide Ziele werden nur mit genügend Zeit zu einer Runde verbunden.
Öffnungszeiten und Besuchsplanung
Die Burg veröffentlicht saisonale Museumszeiten. Der derzeit zugängliche offizielle Flyer nennt April bis Oktober täglich 10–18 Uhr und November bis März Dienstag bis Sonntag 10–16:30 Uhr, jeweils mit letztem Einlass 30 Minuten vor Schluss. Da der Flyer selbst Änderungen vorbehält, werden Zeiten, Veranstaltungssperren und Eintritt am Reisetag auf der Museumsseite geprüft. Die Burggaststätte kann abweichend öffnen.
Für Stempelnde ohne Museumsbesuch bleiben Rückweg und Naturschutzregeln gleich: Im Schutzgebiet werden markierte Wege nicht verlassen, Hunde kontrolliert geführt und Abkürzungen am Hang vermieden. Nach Regen sind Waldweg und letzte Steigung rutschig. Kinderwagen oder Rollstuhl eignen sich nicht automatisch für den gesamten Naturweg; aktuelle Barrierehinweise erfragt man beim Museum.
Auf dem Hinweg werden genug Getränke mitgeführt, auch wenn eine Einkehr geplant ist. Im Hochsommer kann der Andrang am Gartenhaus groß sein, im Winter können Eis oder Sturm den Zugang erschweren. Ein Zeitpuffer lohnt, denn Burghof, Museum und Aussicht sind wesentlich gehaltvoller als ein hastiger Stempelstopp.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.