HWN 219 Wippertalsperre: Rundweg bei Wippra
📷 Talsperre Wippra - Flickr - tm-md (36) von Torsten Maue unter Lizenz CC BY-SA 2.0
Die Wippertalsperre liegt zwischen Wippra, Königerode und Dankerode und staut als einzige Talsperre unmittelbar die Wipper. Ein etwa 5,8 Kilometer langer Weg umrundet den langgestreckten See; HWN 219 liegt an dieser Runde. Wald, Wasserbau und die Bergbaugeschichte des Mansfelder Landes bestimmen den Charakter.
Die Anlage entstand 1951/52 als Vorsperre für eine größere, später nicht gebaute Haupttalsperre. Sie stellte Brauchwasser für den Kupferschieferbergbau bereit. Der See ist etwa 2,2 Kilometer lang und an der breitesten Stelle rund 190 Meter breit. Heute gehören Wasserregulierung und Wasserkraft zu den Aufgaben. Ein später errichtetes Hochwasserrückhaltebecken im Raum Wippra ist eine eigene Anlage und darf nicht mit dem historischen Stausee verwechselt werden.
Harzer Naturistenstieg
In der weiteren Umgebung befindet sich der Harzer Naturistenstieg. Er ist eine freiwillige Themenroute, nicht der einzige Zugang zur Talsperre. Auf gemeinsam genutzten Wegen gelten dieselben Regeln zu Rücksicht, Schutzgebiet und öffentlichem Verhalten wie überall.
Wanderwege zur Wippertalsperre
- Startpunkt Wippra: Über Eckardtstraße oder Wald- und Gesteinslehrpfad „Knüppeldamm“ entsteht ein längerer Zustieg. Hin- und Rückweg kommen zum See-Rundweg hinzu.
- Startpunkt Königerode: Über Forsthaus Schiefergraben und freigegebene Waldparkplätze wird die westliche Seeseite erreicht.
- Runde am See: Die 5,8 Kilometer eignen sich als eigene Halbtagestour. Uferbuchten verlängern die Gehzeit, auch wenn die Luftlinie kurz wirkt.
Sicherheit und Versorgung
Die Wippertalsperre ist ein technisches Gewässer. Betriebsflächen, Wehr, Kraftwerksbereiche und gesperrte Böschungen werden nicht betreten. Baden, Bootfahren und Angeln sind nur mit ausdrücklicher aktueller Erlaubnis zulässig. Im Winter bleibt man grundsätzlich vom Eis.
Auf dem Rundweg wechseln breite Forstwege und naturbelassenere Passagen. Nach Regen sind Uferabschnitte rutschig, im Herbst verdeckt Laub Wurzeln. Bei Sturm, Hochwasserbetrieb oder Forstarbeiten gelten Sperrungen des Talsperrenbetriebs.
Eine verlässliche Gastronomie gibt es direkt am Stempel nicht. Getränke und Proviant werden in Wippra oder Königerode vorbereitet. Mobilfunkempfang kann schwanken; Offlinekarte und genügend Tageslicht helfen bei der längeren Runde. Hunde bleiben unter Kontrolle und aus Schutz- sowie Betriebsbereichen heraus.
HWN 219 lässt sich sinnvoll mit Wegen rund um Wippra verbinden. Josephskreuz, Lutherbuche und Oderteich liegen dagegen in anderen Harzregionen und benötigen jeweils einen eigenen Ausgangspunkt.
Die Staumauer besitzt ein kleines Wasserkraftwerk. Das macht die Anlage bis heute zu einem Arbeitsort und erklärt, warum Zugänge kurzfristig gesperrt sein können. Turbinen, Ablass und Wehr werden nur von öffentlichen Wegen aus betrachtet. Ein veränderter Geräuschpegel am Auslauf ist kein Anlass, Absperrungen zu überschreiten.
Auf der 5,8-Kilometer-Runde wechseln Nahblicke auf Buchten mit längeren Waldpassagen ohne Seesicht. Wer ständig am Wasser entlanglaufen möchte, könnte den Weg sonst falsch einschätzen. Eine Pause am Stempel wird so geplant, dass genug Zeit für die übrigen Uferabschnitte bleibt. Bei tiefem Sonnenstand kann die Westseite früh schattig und im Winter länger glatt sein.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.