HWN 220 Phillippsgruß: Waldweg ab Bad Sachsa

HWN 220 Phillippsgruß: Waldweg ab Bad Sachsa

📷 Philippsgruß von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

Die Schutzhütte „Phillippsgruß“ liegt nordwestlich von Bad Sachsa am Katzenstein, unterhalb des Ravensbergs. So schreibt die Harzer Wandernadel den Namen; in regionalen Broschüren und beim Commons-Foto erscheint auch die Variante „Philippsgruß“. Der offene Pavillon wurde nach örtlicher Überlieferung von einem treuen Kurgast gestiftet, der den Blick über den Südharz bis zum Kyffhäuser schätzte. HWN 220 ist eine ruhige Waldstation mit Aussicht, keine bewirtschaftete Hütte.

Märchengrund und Harzfalkenhof

Unterhalb des Phillippsgruß liegt der 1910 gegründete Märchengrund, der als ältester Märchenpark Deutschlands beworben wird. In der Nähe befindet sich außerdem der Harzfalkenhof, dessen Geschichte 1964 begann. Beide sind eigenständige, saisonal geöffnete Attraktionen mit Eintritt und festen Regeln.

Der Tierbestand und das Vorführungsprogramm können sich ändern. Wer Park oder Flugvorführung einplanen möchte, prüft aktuelle Öffnungs- und Vorführzeiten direkt beim Betreiber. Tiere werden nicht durch Zurufe, Blitz oder mitgebrachtes Futter gestört.

Wanderwege zur Schutzhütte Phillippsgruß

  • Bad Sachsa: Vom Vitalpark führen markierte Wege über Ede-Baller-Weg und Katzenstein zur Hütte. Die offizielle Heilklima-Broschüre beschreibt eine größere Runde, die über den Philippsweg zurück ins Tal führt.
  • Ravensberg: Vom Gipfel wird HWN 220 über Käthe-Schulken-Hütte und Waldwege erreicht. Diese Variante enthält einen längeren Abstieg und entsprechend Rückanstieg oder eine Streckenplanung.
  • Familienrunde: Märchengrund und Harzfalkenhof lassen sich nur innerhalb ihrer aktuellen Öffnungszeiten ergänzen; der Stempelweg selbst bleibt frei zugänglich.

Anspruch, Aussicht und Jahreszeit

Der Weg ab Bad Sachsa steigt stetig an. Wurzeln, Laub und feuchte Stellen verlangen feste Schuhe. Auf dem Katzenstein gibt es natürliche Hangkanten; Kinder und Hunde bleiben am Aussichtspunkt eng begleitet. Bei Sturm, Gewitter oder Vereisung wird der Waldweg gemieden.

Die Hütte bietet Wetterschutz und Sitzgelegenheit, aber keine sichere Wasserquelle, Toilette oder Gastronomie. Versorgung erfolgt in Bad Sachsa beziehungsweise an tatsächlich geöffneten Ausflugszielen. Abfälle werden wieder mitgenommen.

Im Winter kann Schnee den Aufstieg verlängern, im Sommer sorgen Wald und Höhenlage für angenehme Abschnitte. Bei starker Hitze bleibt der Rückweg ins Tal dennoch sonnig. Eine Offlinekarte ist hilfreich, weil sich rund um Ravensberg mehrere ähnlich wirkende Forstwege treffen.

HWN 220 lohnt allein als Heilklima-Wanderung mit Aussichtspause. Für mehrere Stempel wird eine zusammenhängende Route auf aktueller Karte geplant, denn die Stationen 43, 44 und 58 liegen nicht alle sinnvoll an derselben Runde.

Die Heilklima-Routen rund um Bad Sachsa nutzen unterschiedliche Steigungen und Belastungsreize. Der Weg zum Phillippsgruß lässt sich deshalb je nach Kondition verlängern oder abkürzen. Wer gesundheitlich gezielt wandert, orientiert sich an den offiziellen Terrainkurtafeln und nicht allein an einer App, die Höhenprofil und Wegoberfläche vereinfacht.

Vom Pavillon reicht die Fernsicht nur bei passendem Wetter bis zum Kyffhäuser. Bei Dunst bleiben Katzenstein, Waldstruktur und die Geschichte des Kurbetriebs als Themen. Früh am Tag ist der Rastplatz oft ruhiger; in der Dämmerung wird der Rückweg wegen Wildtieren und schlechterer Sicht nicht unnötig hinausgezögert.

Anfahrt

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

Quellen und aktuelle Planung

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