HWN 61 Harzer Grauwacke: Aussicht bei Rieder
📷 Harzer Grauwacke Rieder von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
HWN 61 liegt an einer Aussichtsplattform über dem Grauwacke-Steinbruch im Eulenbachtal bei Rieder. Ein kleiner Steinbruch des Reichsarbeitsdienstes bestand hier seit 1935; Ende der 1960er Jahre verlagerte ein volkseigener Natursteinbetrieb seine Produktion an diesen Standort. Die moderne Brech- und Klassieranlage errichtete der heutige Betreiber 1992. Der Regionalverband Harz weist den Steinbruch als Geopunkt aus und erklärt dort Entstehung und Nutzung der Grauwacke.
Der Stempel steht an der öffentlichen Aussicht und nicht im aktiven Betriebsgelände. Zäune und Verbotsschilder schützen vor Absturz, Spreng- und Maschinenbetrieb und dürfen keinesfalls umgangen werden. Mit etwas Glück lassen sich Felswände und Renaturierungsbereiche von oben beobachten.
Tourenplanung und Startpunkte
Der kürzeste offiziell beschriebene Zugang beginnt am Parkplatz nahe Buttlars Grab an der B 185, der auch als Parkplatz bei der Feld- oder Suppenküche bezeichnet wird. Nach der vorsichtigen Querung der Bundesstraße folgt man dem Weg Richtung Hubertushöhe, steigt auf einem schmalen Zickzackpfad zum Kleinen Siebersteinteich ab, überquert dessen Damm und steigt anschließend zu einem breiteren Waldweg auf. Dieser führt leicht bergan zur Plattform.
Längere Alternativen beginnen in Ballenstedt, Rieder, Bad Suderode oder am Sternhaus. Sie verbinden den Aussichtspunkt mit dem Selketal und weiteren Waldwegen, verlangen aber deutlich mehr Kondition. Alte Kilometerangaben schwanken je nach Parkplatz; eine aktuelle Rundroute ist verlässlicher als das Addieren einzelner Wegweiserentfernungen.
Wegcharakter, Saison und Einkehr
Der kurze Weg enthält trotz geringer Gesamtdistanz eine stark befahrene Straßenquerung, einen schmalen Abstieg und einen Gegenanstieg. Wurzeln, lose Steine und ein feuchter Teichdamm erfordern feste Schuhe. Mit Kinderwagen oder Rollstuhl ist diese Variante nicht geeignet. Lärm aus dem aktiven Steinbruch ist werktags möglich.
Direkt an HWN 61 gibt es keine Einkehr. Getränke und Proviant kommen aus Rieder oder Ballenstedt mit. Wer die Tour verlängert, kann Ziele im Selketal einplanen, sollte aber Öffnungszeiten und Rückweg vorher klären.
Konkreter Tourencheck
Der kurze Zugang zu HWN 61 hat drei klar unterscheidbare Schlüsselstellen: die B-185-Querung, den schmalen Zickzackabstieg zum Kleinen Siebersteinteich und den Gegenanstieg zur Plattform. Der Parkplatz bei Buttlars Grab ist nur Ausgangspunkt; der Steinbruch selbst darf nicht angefahren werden. An der Bundesstraße wartet die Gruppe gemeinsam auf eine sichere Lücke, statt sich über beide Fahrbahnen zu verteilen.
Werktags sind Maschinenlärm und betriebliche Signale möglich. Von der Aussicht wird ausschließlich über Zäune und Infotafel beobachtet; lose Kanten und aktives Gelände bleiben tabu. Nach Regen verlangt der Teichdamm mehr Aufmerksamkeit als der breite Schlussweg. Längere Starts in Rieder oder Ballenstedt verwandeln den kurzen Geopunkt-Besuch in eine Waldtour, weshalb Rückweg und Tageslicht neu kalkuliert werden. Ein Foto der Geoparktafel hilft, die sichtbaren Gesteinsschichten später in Ruhe einzuordnen. Sprenghinweise werden ausnahmslos beachtet.
Navigation zum Stempelkasten
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.