HWN 69 Sonnenklippe: Bodetal ab Treseburg

HWN 69 Sonnenklippe: Bodetal ab Treseburg

📷 Sonnenklippe von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

Die Sonnenklippe liegt auf etwa 280 Metern Höhe als Felsvorsprung in der Bodetalschlucht nahe Treseburg. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das enge Tal noch weitgehend weglos; erste schmale Pfade für Besucher entstanden um 1818. Seit 1937 steht das Bodetal zwischen Thale und Treseburg unter Naturschutz. Die Stempelstelle liegt damit in einem besonders sensiblen und topografisch anspruchsvollen Talraum.

Der Kasten ist kein Aussichtspunkt, den man mit dem Auto anfährt. Der Zugang folgt dem Harzer Hexen-Stieg, und der Wegzustand entscheidet stärker über die Schwierigkeit als die geringe Entfernung von Treseburg.

Tourenplanung und Startpunkte

Der günstigste Start ist der Parkplatz an der Bode in Treseburg. Von dort folgt man dem Harzer Hexen-Stieg flussabwärts Richtung Thale und erreicht die Sonnenklippe nach ungefähr einem Kilometer. Als kurze Tour geht man auf demselben Weg zurück.

Wer trittsicher und konditionell vorbereitet ist, kann weiter durch die Schlucht zum Hirschgrund am Gasthaus Königsruhe (HWN 178) wandern. Eine vollständige Bodetalwanderung bis Thale ist erheblich länger und sollte mit Rückfahrt, Tageslicht und aktuellen Wegmeldungen geplant werden. Die Alternativen über Hochwege sind nicht mit dem Talpfad gleichzusetzen.

Wegcharakter, Saison und Einkehr

Schon der kurze Abschnitt kann schmal, steinig, wurzelig und nach Regen rutschig sein. Die tiefe Schlucht ist laut Bodetal Tourismus in den Wintermonaten wegen Eisglätte gesperrt. Diese saisonale Sperre gilt unabhängig davon, ob ein älterer GPX-Track den Weg anzeigt. Auch bei Hochwasser, Sturm oder Felsarbeiten sind zusätzliche Einschränkungen möglich.

Direkt an HWN 69 gibt es keine Versorgung. Treseburg ist für die Kurzroute der beste Einkehrort. Auf längeren Schluchttouren Wasser, Zeitreserve und Erste-Hilfe-Grundausstattung mitnehmen. Da Felswände den Mobilfunkempfang abschatten können, sollten Streckenverlauf und Notausstiege vorab bekannt sein. Nach starkem Regen ist auch bei geöffneter Route ein Umkehren vernünftiger als ein erzwungener Weiterweg zur Königsruhe.

Konkreter Tourencheck

Vor HWN 69 wird der Status des tiefen Bodetals geprüft. Die Schlucht ist in den Wintermonaten wegen Eisglätte gesperrt; auch Hochwasser, Felsarbeiten oder Sturm können weitere Einschränkungen bringen. Der kurze Kilometer ab Treseburg ist daher nur bei freigegebenem Weg eine einfache Planung. Schilder am Einstieg haben Vorrang vor dem gespeicherten Track und vor der Aussicht, „es werde schon gehen“.

Der Weg zur Königsruhe beziehungsweise HWN 178 ist eine anspruchsvollere Fortsetzung, nicht der automatische Rückweg. In der engen Schlucht können Nässe, steinige Passagen und schwacher Mobilfunk gleichzeitig auftreten. Vorab werden Wendepunkt, Tageslicht und Rückfahrt festgelegt. Für den kurzen Besuch bleibt Treseburg Versorgungsbasis; auf der längeren Talwanderung müssen Wasser und Erste-Hilfe-Ausrüstung unabhängig von Gastronomie reichen. Nach starkem Regen ist Umkehren eine vollwertige Tourentscheidung. Wandernde halten auf Engstellen Gegenverkehr ab und warten an breiteren Stellen. Felsbereiche werden nicht für eine Uferpause verlassen.

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

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Quellen und aktuelle Planung

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