HWN 77 Luisenburg: Schlosspark-Runde mit Aussicht
📷 Luisenburg 5 von Ordercrazy unter Lizenz CC0
Die Luisenburg liegt auf 352 Metern Höhe auf einem langgezogenen Sandsteinrücken südlich von Blankenburg. Das kleine Aussichtsschloss wurde 1728 für Herzogin Christine Luise errichtet und nach ihr benannt. Ein achteckiger Saal war von acht kleinen Zimmern umgeben. Wegen Baufälligkeit wurde der Fachwerkbau 1945 abgetragen; Mauer- und Treppenreste lassen den Grundriss noch erahnen.
Heute steht dort ein Aussichtspavillon, an dem auch der Stempelkasten befestigt ist. Der Blick reicht über den Blankenburger Ortsteil Cattenstedt. Ruinenreste bleiben unangetastet, und der Pavillon ist Rastplatz, keine bewirtschaftete Hütte.
Tourenplanung und Startpunkte
Der offizielle Start liegt an den Gästeparkplätzen beim Kleinen Schloss. Durch den Schlosspark folgt man dem Mittelweg stetig bergauf zum Großen Schloss und ab den ehemaligen Pferdeställen den beschilderten Wanderwegen zur Luisenburg. Auf dem Rückweg kann man am Großen Schloss vorbei zur Oberen Mühle absteigen, dort HWN 78 stempeln und durch die Barocken Gärten zum Parkplatz zurückkehren.
Die Stadt Blankenburg führt außerdem die 19,9 Kilometer lange Herzogstour mit rund sechs Stunden Gehzeit. Sie verbindet Luisenburg, Klostergrund Michaelstein (HWN 59), Otto-Ebert-Brücke (HWN 79) und Volkmarskeller (HWN 87). Das ist eine Tagestour mit mehr als 400 Höhenmetern, keine bloße Erweiterung der Gartenrunde.
Wegcharakter, Saison und Einkehr
Der Schlosspark beginnt gepflegt, danach folgen ansteigende Waldwege und naturbelassenere Abschnitte. Bei Nässe sind Laub und Sandstein rutschig. Die offizielle HWN-Hinweisseite führt weiterhin mögliche Einschränkungen bei HWN 77 wegen Wegeinstandsetzungsarbeiten der SUNK auf und nennt dabei die 11. Kalenderwoche. Da diese Zeitangabe inzwischen vergangen sein kann, vor der Tour den Live-Stand prüfen und der örtlichen Beschilderung folgen.
Einkehr ist am Großen Schloss oder an der Oberen Mühle nur im Rahmen der jeweiligen Öffnungszeiten möglich. Für die kurze Runde genügt eine kleine Reserve; auf der Herzogstour müssen Getränke und Proviant unabhängig von einer Einkehr reichen.
Konkreter Tourencheck
Vor dem Schlossparkstart wird die offizielle HWN-Hinweisseite geöffnet. Dort steht weiterhin, dass es im Bereich der Luisenburg wegen Wegeinstandsetzungsarbeiten der SUNK zu Einschränkungen kommen kann; zugleich nennt der Eintrag die inzwischen vergangene 11. Kalenderwoche. Diese Kombination wird nicht als Entwarnung interpretiert. Beschilderung im Park und an den Waldwegen entscheidet, und eine gesperrte Passage wird nicht über Ruinengelände umgangen.
Für die kurze Runde sind Kleines Schloss, Großes Schloss, Luisenburg, Obere Mühle mit HWN 78 und Rückweg durch die Gärten die logischen Stationen. Die Herzogstour mit HWN 59, 79 und 87 ist dagegen eine sechsstündige Tageswanderung. Am Pavillon bleiben Mauerreste und Treppen frei von Picknickaufbauten. Bei geschlossener Oberer Mühle wird die Versorgung aus dem Rucksack genommen; die Einkehr ist nicht Voraussetzung für die Rückkehr durch den Schlosspark. Ruinensteine bleiben selbstverständlich am historischen Ort.
Navigation zum Stempelkasten
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.