HWN 76 Großvaterfelsen: Aufstieg in Blankenburg
📷 Großvater Teufelsmauer von Olaf Meister unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Der Großvaterfelsen markiert auf 317 Metern Höhe das nordwestliche Ende eines sichtbaren Abschnitts der Teufelsmauer. Die harte Sandsteinrippe tritt zwischen Ballenstedt und Blankenburg über rund 20 Kilometer an mehreren Stellen zutage. Zusammen mit dem benachbarten Großmutterfelsen bildet der Großvater einen markanten Abschluss direkt über der Stadt.
Der Gipfel wurde 1853 über den Löbbeckestieg mit in den Fels gearbeiteten Stufen und eisernen Sicherungen zugänglich gemacht. Der Stempelkasten steht am schmalen Pfad, der zum Felsen hinaufführt. Wer den Stempel sammeln möchte, muss den exponierteren Gipfelaufstieg daher nicht zwingend vollständig gehen.
Tourenplanung und Startpunkte
Als Start empfiehlt die Harzer Wandernadel den Gästeparkplatz oberhalb des Kleinen Schlosses in Blankenburg. Von dort überquert man die Hasselfelder Straße beziehungsweise B 81 nur an einer sicheren Stelle und folgt dem Großvaterweg bis zum Felsen. Der Stadtstart ist kurz, enthält aber bereits einen deutlichen Anstieg.
Eine größere Tour führt auf der Teufelsmauer Richtung Timmenrode und Hamburger Wappen (HWN 74). Der Kammweg ist anspruchsvoller als parallel verlaufende Wege und verlangt Schwindelfreiheit. Wer die Blankenburger Klippentour nutzt, kann weitere Aussichtspunkte und Waldabschnitte einbauen; Streckenlänge, Rückweg und Straßenquerungen vorher anhand der aktuellen offiziellen Route prüfen.
Wegcharakter, Saison und Einkehr
Felsstufen, eiserne Tritte und schmale Passagen sind bei Trockenheit bereits anspruchsvoll und bei Nässe, Sand, Laub oder Eis deutlich rutschiger. Gute Schuhe und freie Hände sind sinnvoll. Kleine Kinder und unsichere Wanderer können am Kasten umkehren, ohne die Stempelstelle zu verpassen.
Gastronomie, Toiletten und das HWN-Servicebüro befinden sich im Bereich des Kleinen Schlosses beziehungsweise in Blankenburg, nicht am Felsen. Öffnungszeiten und Veranstaltungen können Parkraum und Zugang beeinflussen. Bei Gewitter oder starkem Wind bleibt man von der exponierten Felsrippe fern. Für eine reine Stempeltour ist das Umkehren am Kasten eine vollwertige, deutlich risikoärmere Variante; der Gipfel ist ein freiwilliger Zusatz.
Konkreter Tourencheck
Vom Kleinen Schloss führt der Weg zunächst durch städtisches Umfeld und über die B 81, bevor der Felsanstieg beginnt. Die Straßenquerung wird an der sicheren vorgesehenen Stelle gemeinsam absolviert. Der Kasten steht schon am schmalen Pfad zum Großvaterfelsen. Für Personen mit Höhenangst, Kinder oder bei nassem Fels ist die Umkehr dort eine vollständige Stempeltour; der Löbbeckestieg bleibt optional.
Wer weiter auf der Teufelsmauer Richtung Hamburger Wappen HWN 74 geht, entscheidet vorab zwischen Kammweg und leichterer Linienführung. Die Felsroute braucht freie Hände, Profilsohlen und genügend Abstand zwischen den Wandernden. Bei Gewitter oder Sturm gibt es auf der exponierten Rippe keine vernünftige Fortsetzung. Servicebüro, Toiletten und Einkehr liegen zurück in Blankenburg, weshalb die längere Streckentour eigenes Wasser und einen geklärten Rückweg nach Timmenrode benötigt. Vor dem Kamm wird noch einmal gemeinsam entschieden.
Navigation zum Stempelkasten
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.