Stempelstelle 87: Volkmarskeller
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📷 Volkmarskeller Cave 2 von Bermicourt unter Lizenz CC BY-SA 3.0
Der Volkmarskeller ist eine natürliche Karsthöhle westlich von Blankenburg im Harz. Er liegt oberhalb des Klostergrundes, etwa 4 km vom Kloster Michaelstein entfernt. Die Höhle diente im Mittelalter als Einsiedelei und später als Klosterkirche. Heute ist sie als Stempelstelle 87 der Harzer Wandernadel bekannt.
Historische Bedeutung
Im 12. Jahrhundert errichteten Zisterziensermönche über der Höhle ein kleines Kloster, das sie nach ihrem Schutzheiligen “Michaelstein” nannten. Die Höhle wurde zu einer Höhlenkirche umgestaltet. 1884–87 wurde die Höhle von Baurat Brinkmann ausgegraben. An den Wänden fand sich noch alter Mörtelputz, und vor einem gemauerten Altarsockel fand man die Skelette von drei Erwachsenen und drei Kindern. Am Südeingang erinnern noch zwei eingehauene Weihekreuze und eine in den Felsen gehauene Nische an die einstige sakrale Funktion.
Wanderwege zum Volkmarskeller
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Startpunkt Kloster Michaelstein: Vom Parkplatz am Kloster führt ein Weg entlang der Klosterteiche zur Stempelstelle 59 “Klostergrund Michaelstein”. Von dort folgt man dem beschilderten Pfad zum Volkmarskeller, vorbei an einem Denkmal für die 1893 bei einer Sprengstoffexplosion ums Leben gekommenen Bergleute der Grube Volkmar.
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Startpunkt Eggeröder Brunnen: Ein kürzerer Weg führt vom Parkplatz in Eggeröder Brunnen in etwa 15 Minuten zur Höhle.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.