HWN 203 Schutzhütte am Mettenberg im Selketal
📷 Schutzhütte am Mettenberg von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Die Schutzhütte am Mettenberg (HWN 203) liegt im Selketal zwischen der Thalmühle und der Selkemühle. Das etwa acht Kilometer lange Talstück ist frei vom öffentlichen Autoverkehr. Der breite Weg entlang der Selke eignet sich zum Wandern und Radfahren.
Natur im Selketal
Entlang der Selke säumen Röhrichte und Weidengebüsche das Ufer. Wasseramsel und Eisvogel finden hier geeignete Lebensräume. An den Hängen wachsen naturnahe Laubwälder, während der Talgrund von Grünland geprägt ist. Auch Wildkatzen kommen in der Region vor.
Wandern zur Schutzhütte
- Meisdorf: Vom öffentlichen Parkplatz an der Allee führt der Weg entlang der Selke bis zur Schutzhütte, etwa 6,1 km.
- Selkemühle: Von der Selkemühle sind es entlang der Selke etwa 3,3 km.
- Thalmühle: Von der Thalmühle beträgt der Fußweg ungefähr 3 km.
Die Wanderung kann über den Eselstieg zur Burg Falkenstein (HWN 200) erweitert werden. Zur Selkesicht an der Ackeburg (HWN 204) sind einige zusätzliche Höhenmeter zu bewältigen.
Der breite Talweg wirkt einfach, doch eine Hin-und-zurück-Tour ab Meisdorf summiert sich auf eine beträchtliche Distanz. Fahrräder teilen den Weg mit Wandernden; in unübersichtlichen Kurven bleibt man aufmerksam. Nach Hochwasser, Sturm oder Forstarbeiten können Abschnitte beeinträchtigt sein. Die aktuelle Selketal-Beschilderung hat Vorrang vor alten Trackdateien.
Rast an der Schutzhütte
Die Schutzhütte bietet eine einfache Rastmöglichkeit. Daneben informiert eine kleine Übersicht über verschiedene Holzarten und macht deren unterschiedliches Gewicht anschaulich.
Eine bewirtschaftete Hütte ist HWN 203 nicht. Wasser und Verpflegung werden deshalb mitgebracht. Im Tal kann Mobilfunkempfang fehlen; Karte und Rückweg sind offline verfügbar. Die Selke wird nur an Brücken gequert, auch wenn flache Stellen im Sommer harmlos aussehen.
Naturbeobachtung mit Abstand
Das Untere Selketal ist Schutzgebiet und Lebensraum seltener Arten. Die Harzer Wandernadel hebt eine besonders bedeutende Baumbrüterkolonie des Mauerseglers hervor. Die Vögel nutzen Höhlen alter Bäume statt Gebäudenischen. Fernglas und ruhiges Beobachten sind hier sinnvoller als das Verlassen des Weges. Auch Wasseramsel und Eisvogel können am Fluss vorkommen; ein Sichtungserfolg lässt sich nie garantieren.
Weidengebüsche, Röhricht und Auwiesen reagieren empfindlich auf Tritt. Hunde bleiben unter Kontrolle und gehen nicht in Brutbereiche oder Wildruhezonen. In Dämmerung und Nacht gehört der Wald der Tierwelt. Wildkatzen leben zwar in der Region, sind aber scheu; Futterstellen oder Lockversuche wären schädlich.
Welche Route passt?
Für einen entspannten Talspaziergang eignet sich der kürzere Zugang von Selkemühle oder Thalmühle. Ab Meisdorf entsteht eine längere, weitgehend steigungsarme Wanderung. Der Eselstieg zur Burg Falkenstein ändert den Charakter deutlich: Der zusätzliche Aufstieg erfordert Trittsicherheit und Zeit. Zur Selkesicht an der Ackeburg muss die Talseite gewechselt und kräftig gestiegen werden.
Im Sommer spendet der Wald Schatten, gleichzeitig können Mücken und Zecken lästig sein. Im Frühjahr oder nach Starkregen steht Wasser auf Wegabschnitten. Im Winter sind vereiste Uferwege möglich. Eine geplante Einkehr an Selkemühle, Gartenhaus oder Burg wird stets gegen aktuelle Öffnungszeiten geprüft.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.