HWN 89 Schornsteinberg: Aussicht und Rundweg

HWN 89 Schornsteinberg: Aussicht und Rundweg

📷 Schornsteinberg-Rübeland von Benutzer:Hejkal unter Lizenz CC BY-SA 2.0 de

Der Schornsteinberg steigt unmittelbar über dem Ortskern von Rübeland an. HWN 89 liegt an einem Aussichtspunkt, von dem Dächer, Bode und steile Kalkhänge aus einer ungewohnten Perspektive zu sehen sind. Der Name bezeichnet keinen gewöhnlichen Hauskamin: Er erinnert an die Rauchableitung einer früheren Verkohlungsanlage. Damit verbindet die kurze Tour Industriegeschichte mit dem Karstrelief des Höhlenortes.

Der Zustieg ist steiler, als die geringe Entfernung auf der Karte vermuten lässt. Wer nach einer Höhlenführung hinaufgeht, sollte Zeit für den Höhenwechsel und feste Schuhe einplanen. Der Stempel ist frei zugänglich; Öffnungszeiten der Baumanns- oder Hermannshöhle gelten nur für einen zusätzlichen Höhlenbesuch.

Was vom Schornstein erhalten blieb

Auf dem rund 458 Meter hohen Berg stand der Endpunkt eines langen Rauchkanals. Die Harzer Wandernadel beschreibt einen ungefähr sechs Meter hohen gemauerten Schornstein, der zu einer Verkohlungsanlage gehörte und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Im Gelände lässt sich noch ein etwa 50 Meter langer, in den Kalkstein gearbeiteter und mit Steinplatten abgedeckter Kanal nachvollziehen.

Die Anlage leitete Rauchgase hangaufwärts ab. Sie ist deshalb ein seltenes Beispiel dafür, wie topografische Lage für einen technischen Prozess genutzt wurde. Die Reste dürfen nicht betreten oder auseinandergebaut werden; zwischen Laub und Bewuchs sind Kanten außerdem leicht zu übersehen.

Aufstieg von der Baumannshöhle

Der offizielle Zugang beginnt links der Baumannshöhle. Ein in Kehren verlaufender Wanderweg steigt am Hang hinauf. Oben führt er über eine Wiese beziehungsweise am Waldrand zum Aussichtspunkt und Stempelkasten. Der Harzer Tourismusverband weist für eine kurze Tour rund 2,25 Kilometer aus. Die tatsächliche Gehzeit hängt stark von Nässe, Kondition und Pausen ab.

Die Kehren sind besser als scheinbare Direktspuren, die den Hang abkürzen: Solche Abkürzungen fördern Erosion und können auf glattem Kalk und Laub gefährlich werden. Im Sommer ist der Anstieg warm; im Herbst und Winter verdeckt feuchtes Laub den Untergrund. Bei Eis ist eine alternative Tour sinnvoller.

Längere Varianten rund um Rübeland

Eine offizielle Runde von gut fünf Kilometern verbindet den Schornsteinberg mit dem Hohen Kleef (HWN 88). Dafür steigt man auf einer Talseite auf, quert Rübeland auf regulären Wegen und gewinnt auf der anderen Seite erneut Höhe. Wer zusätzlich zum Blauen See wandert, kommt auf eine deutlich längere Route; Harzinfo beschreibt eine Variante mit 7,28 Kilometern und etwa 220 Höhenmetern.

Im Ortszentrum gibt es saisonale Gastronomie und die Schauhöhlen. Vor einer geplanten Einkehr oder Führung werden Zeiten und Tickets online geprüft. Für die reine Stempelrunde reichen meist Wasser, Trittsicherheit und eine aktuelle Karte. Kleine Kinder benötigen auf Aussichtskanten und im steilen Abstieg direkte Begleitung.

Wer mit Bus oder Bahn nach Rübeland kommt, beginnt die Runde im Ortskern und muss keine Parkplatzschleife einplanen. Der Rückweg sollte trotzdem vorab feststehen, weil einzelne Verbindungen nur in größeren Abständen fahren. Bei einer späten Höhlenführung bleibt außerdem genügend Tageslicht für den Abstieg einzuplanen.

Stempel in der Nähe

Anfahrt zur Stempelstelle

Die Zielkoordinaten führen zum Stempelkasten, nicht automatisch zu einem legalen Parkplatz. Über diesen 📍 Google-Maps-Link lässt sich HWN 89 öffnen.

Auf einem Smartphone kann auch der 🗺️ Geo-Link in einer Karten-App geöffnet werden.

Quellen und weiterführende Informationen

Buddy

Dein Harzer Wanderbuddy hilft dir beim Planen von Touren rund um die Harzer Wandernadel. Entdecke außerdem unsere App NEU für eine einfachere Tourenplanung.