HWN 93 Dreitälerblick: Aufstieg ab Netzkater
📷 Dreitälerblick von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Der Dreitälerblick liegt auf einem bewaldeten Höhenzug zwischen Ilfeld und Netzkater. HWN 93 trägt seinen Namen nach der Sicht in das Brandesbachtal, das Ilfelder Tal und das Kalte Tal. Der Aussichtspunkt liegt oberhalb des Besucherbergwerks Rabensteiner Stollen und der Harzquerbahn. Dadurch lässt sich eine Stempeltour gut mit einer Bahnfahrt verbinden, ohne dass die Stempelstelle selbst direkt an Straße oder Bahnhof liegt.
Der Blick kann im Sommer durch Belaubung eingeschränkt sein und verändert sich mit der Waldentwicklung. Das macht den Platz nicht weniger richtig: Entscheidend sind Wegweiser und Koordinaten, nicht ein garantiert freies Panorama. Bei Nebel oder tiefen Wolken wird aus der Aussicht eine stille Waldtour.
Start am Netzkater
Die Harzer Wandernadel empfiehlt den Bereich am Bahnhof beziehungsweise Parkplatz Netzkater als Ausgangspunkt. Von dort folgt man der markierten Route bergauf. Der Zustieg ist teilweise steil und auf schmaleren Abschnitten wurzelig. Nach Regen sind Laub, Erde und Steine rutschig; ein Spazierstock oder Wanderstöcke können im Abstieg helfen.
Netzkater ist mit der Harzer Schmalspurbahn erreichbar. Wer per Bahn kommt, prüft den aktuellen Fahrplan und plant genügend Reserve für den Rückweg. Die Schienen werden ausschließlich an offiziellen Übergängen gequert. Betriebsflächen des Bahnhofs und des Besucherbergwerks sind keine Abkürzung.
Landschaft zwischen Bere und Harzwald
Das Ilfelder Tal wird von der Bere durchzogen und ist von markanten Felsbildungen sowie Laub- und Nadelwald geprägt. Die Gemeinde Harztor hebt diese Landschaft und die Aussichtspunkte rund um Ilfeld ausdrücklich als Wanderziele hervor. Vom Dreitälerblick lässt sich die starke Gliederung des Südharzrandes besonders gut nachvollziehen: kurze Seitentäler schneiden tief in die Hänge, während Netzkater als Verkehrspunkt im Tal liegt.
Die Lage oberhalb des Rabensteiner Stollens erinnert zudem an die Bergbaugeschichte. Ein Besuch des Bergwerks ist nur im Rahmen seiner eigenen Öffnungszeiten und Angebote möglich. Für den Stempel ist kein Bergwerksticket nötig.
Runde über Poppenberg oder Ilfeld
Eine beliebte längere Variante führt vom Netzkater zum Dreitälerblick, weiter auf den Poppenberg (HWN 92) und hinab nach Ilfeld. Das offizielle Wanderprogramm der Gemeinde nennt diese Verbindung mit ungefähr neun Kilometern. Sie ist als Streckentour besonders bequem, wenn Hin- und Rückfahrt mit der Harzquerbahn abgestimmt werden.
Am Poppenberg kommen der Turmaufstieg und weitere Pausen hinzu. Wer nicht schwindelfrei ist oder den Turm wegen Wind und Eis nicht besteigt, kann die Streckentour trotzdem vollständig wandern. Der Stempel am Dreitälerblick ist davon unabhängig.
Wer zum Ausgangspunkt zurückwandert, braucht eine andere Rundwegverbindung oder geht denselben Pfad zurück. Vor Ort gibt es keine verlässlich geöffnete Einkehr. Wasser und Proviant gehören mit, ebenso eine aktuelle Karte. In der kühlen Jahreszeit wird es in den Tälern früh dunkel; die Tour sollte nicht allein nach der Kilometerzahl geplant werden.
Stempel in der Nähe
- „Poppenberg mit Aussichtsturm“ (HWN 92)
- „Ilfelder Wetterfahne“ (HWN 95)
- „Ruine Hohnstein“ (HWN 98)
- „Ziegenalm Sophienhof“ (HWN 97)
Anfahrt zur Stempelstelle
Die Zielkoordinaten führen zum Stempelkasten, nicht automatisch zu einem legalen Parkplatz. Über diesen 📍 Google-Maps-Link lässt sich HWN 93 öffnen.