HWN 98 Ruine Hohnstein: Burgweg ab Neustadt

HWN 98 Ruine Hohnstein: Burgweg ab Neustadt

📷 Ruine Hohnstein von Carola Ballat unter Lizenz CC BY-SA 2.0

Die Ruine Hohnstein thront auf einem Porphyrkegel über Neustadt im Südharz. HWN 98 verbindet einen aussichtsreichen Burgplatz mit fast 900 Jahren Geschichte. Zwischen Mauern, Toren und Terrassen öffnet sich der Blick weit über das Harzvorland. Die Anlage ist jedoch kein ebener Aussichtsbalkon: Stufen, unregelmäßiger Fels und historische Mauerreste verlangen feste Schuhe und Aufmerksamkeit.

Der Stempelbesuch lässt sich grundsätzlich ohne Konsum in der Burg­gastronomie unternehmen. Ob Gasthaus und Terrasse geöffnet sind, wird auf der Betreiberseite geprüft. Historische Angaben auf älteren Tourenseiten sind keine Garantie für den aktuellen Betrieb.

Von den Hohnsteinern zur Brandruine

Konrad von Sangerhausen ließ die Burg um 1200 errichten. Sie wurde Stammsitz der Grafen von Hohnstein und beherrschte über Jahrhunderte den Südharz. Nach Konflikten des frühen 15. Jahrhunderts übernahmen 1417 die Grafen zu Stolberg die Anlage. 1627, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde sie durch Brandstiftung des Vitzthum von Eckstädt zerstört.

Seitdem blieb Hohnstein Ruine. Sanierungen sichern heute wichtige Mauerteile und Zugänge. Besucher helfen beim Erhalt, indem sie Mauerkronen nicht beklettern, keine Steine versetzen und Sperrbereiche respektieren. Die Dimensionen erschließen sich am besten bei einem langsamen Rundgang.

Informationstafeln und unterschiedliche Mauertechniken helfen, Bauphasen zu unterscheiden. Ohne Führung bleiben manche Räume schwer zu deuten; das ist bei einer über Jahrhunderte umgebauten Ruine normal. Eine aktuelle Darstellung des Betreibers ist verlässlicher als romantische Zuschreibungen einzelner Gewölbe in alten Reiseberichten.

Aufstieg von Neustadt

Die Harzer Wandernadel verweist auf mehrere Parkplätze rund um Neustadt und gut ausgeschilderte Wanderwege zur Burg. Je nach Start führt der Weg durch den Ort, den Kurpark oder Waldhänge bergauf. Eine aktuelle Ortskarte hilft, weil nicht jeder Parkplatz dieselbe Steigung und Distanz bedeutet.

Der direkte Burgweg kann anstrengend sein, obwohl die Strecke kurz wirkt. Nach Regen werden Steine und Laub glatt; im Winter liegt auf dem schattigen Nordhang länger Eis. Kinder können die Ruine spannend finden, brauchen an Treppen und Mauerkanten aber enge Begleitung. Kinderwagen sind für das obere Ruinengelände ungeeignet.

Mehr als ein Stempelabstecher

Für eine längere Tour lässt sich Hohnstein mit der Harzer Holzdampflok (HWN 99) am Galgenberg oder der Neustädter Talsperre verbinden. HWN 99 wurde dauerhaft verlegt; alte Karten mit „Hörninger Sattelköpfe“ führen nicht mehr zum aktuellen Kasten. Für die Verbindung nutzt man daher aktuelle Daten.

In Neustadt gibt es Versorgung, doch Öffnungszeiten wechseln. Auf dem Burgweg selbst gehören Wasser und eine kleine Reserve mit. Bei Gewitter ist der exponierte Burgberg kein guter Aufenthaltsort. Frühling und Herbst bieten oft klare Sicht, während sommerliche Wochenenden stärker besucht sein können.

Wer öffentlich anreist, prüft Bus- und Bahnanschlüsse bis Neustadt beziehungsweise Ilfeld und plant den Fußweg im Ort ein. Für eine reine Burgwanderung ist eine Rückkehr am selben Startpunkt unkomplizierter als eine schlecht abgestimmte Streckentour.

Stempel in der Nähe

Anfahrt zur Stempelstelle

Die Zielkoordinaten führen zum Stempelkasten, nicht automatisch zu einem legalen Parkplatz. Über diesen 📍 Google-Maps-Link lässt sich HWN 98 öffnen.

Auf einem Smartphone kann auch der 🗺️ Geo-Link in einer Karten-App geöffnet werden.

Quellen und weiterführende Informationen

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