HWN 96 Ehemalige Steinmühle: Tour im Südharz
📷 Ehem. Steinmühle von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Die ehemalige Steinmühle lag in einem abgelegenen Tal zwischen Netzkater, Rothesütte und Sülzhayn. HWN 96 erinnert an einen Wirtschaftsstandort, von dem heute nur wenige Spuren geblieben sind. Gerade deshalb braucht der Platz Einordnung: Ohne Hintergrund sieht man vor allem Wald, Bachnähe und Geländestrukturen; mit der Geschichte wird das Tal als früherer Arbeits- und Versorgungsraum verständlich.
Die Harzer Wandernadel nennt eine 1756 bezeugte Säge- und Getreidemühle. Das Wasser des Tales lieferte die Antriebskraft. Besucher sollten keine vollständigen Gebäude oder laufenden Räder erwarten. Mauerreste und Geländespuren bleiben am besten erhalten, wenn Steine liegen bleiben und Bachufer nicht betreten werden.
Start am Honigberg
Als geeigneten Ausgangspunkt nennt die offizielle Stempelseite einen Parkplatz am Honigberg an der Verbindung zwischen Netzkater und Rothesütte. Von dort folgt man den ausgeschilderten Waldwegen in das Steinmühlental. Der Stempelkasten steht in der Nähe der Goldborn-Quelle. Eine Quelle im Wald ist jedoch keine garantierte Trinkwasserstelle; Wasser wird selbst mitgeführt.
Die Route verläuft abseits von Ortschaften. Forstwege können nach Regen aufgeweicht sein, kleinere Talpfade sind wurzelig und feucht. Mobilfunk ist nicht sicher. Eine Offline-Karte, ausreichend Tageslicht und eine mitgeteilte Rückkehrzeit sind für diese Tour sinnvoller als spontane Abkürzungen.
Felsen und Talformen
Im Umfeld tragen Felsbildungen Namen wie Eulenkopf, Pferd und Herkules. Sie geben der Wanderung zusätzliche Orientierungspunkte, ersetzen aber keine Wegmarkierung. Im bewaldeten Gelände sind Formen je nach Blickwinkel und Vegetation unterschiedlich gut zu erkennen. Das Tal gehört zum abwechslungsreichen Südharz, in dem kurze Bäche und Seitentäler die Hänge stark gliedern.
Im Frühjahr können Nässe und umgestürzte Äste den Weg beeinflussen. Im Sommer bleibt das Tal schattig, während trockene Forstwege stauben. Im Herbst verdeckt Laub Steine und Wurzeln; im Winter liegt in dieser Höhe länger Eis als in Ilfeld.
Weil das Ziel abseits dichter Besiedlung liegt, sollte die Gruppe auf dem ausgeschilderten Weg zusammenbleiben. Rettungspunkte am Forstweg werden im Notfall genauer angegeben als ein selbst gewählter Flurname. Eine kleine Erste-Hilfe-Ausstattung und geladene Telefone sind für die längere Variante angemessen.
Kombinationen mit Maß
HWN 96 lässt sich in größere Touren Richtung Ziegenalm Sophienhof, Stierbergsteich oder Netzkater einbauen. Diese Ziele liegen nicht unmittelbar nebeneinander. Wer mehrere Stempel plant, prüft Höhenmeter und Rückweg in einer aktuellen Karte und berücksichtigt mögliche Bus- oder Bahnverbindungen.
Eine Einkehr gibt es direkt an der ehemaligen Mühle nicht. Sophienhof, Netzkater und Rothesütte bieten nur dann Versorgung, wenn die jeweiligen Betriebe geöffnet sind. Proviant gehört daher in den Rucksack. Für kleine Kinder ist die Abgeschiedenheit wichtiger als technische Schwierigkeit; die Strecke sollte zur Ausdauer der Gruppe passen.
Am Stempelplatz bleibt der Zugang zur Informationstafel frei. Eine Pause wird auf vorhandenen Flächen gemacht, nicht auf Mauerresten oder im Quellbereich. So lassen sich die wenigen erhaltenen Spuren auch für spätere Besucher noch als ehemalige Mühle erkennen.
Stempel in der Nähe
Anfahrt zur Stempelstelle
Die Zielkoordinaten führen zum Stempelkasten, nicht automatisch zu einem legalen Parkplatz. Über diesen 📍 Google-Maps-Link lässt sich HWN 96 öffnen.