HWN 110 Granestausee: Wege am Trinkwassersee
📷 Granestausee von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Die Stempelstelle HWN 110 steht am Ostufer des Granestausees oberhalb von Astfeld und Herzog Juliushütte. Der See ist keine Freizeitanlage, sondern ein wichtiger Bestandteil der Trinkwasserversorgung. Deshalb gehören Baden, Wassersport und das Verlassen der freigegebenen Wege nicht zu dieser Tour. Der Reiz liegt in den stillen Uferwegen, den Blicken über das Wasser und der Verbindung zum Goslarer Steinberg.
Die Granetalsperre ist laut Harzer Wandernadel die jüngste Talsperre im Harz: Sie wurde 1969 errichtet. Weil die Grane allein den rund drei Kilometer langen Stausee nicht ausreichend speist, führen unterirdische Stollen Wasser aus dem Oker-, Gose-, Radau- und Innerste-System zu. So wird aus einem scheinbar ruhigen Wanderziel zugleich ein anschaulicher Ort moderner Wasserwirtschaft.
Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026. Wegen geotechnischer Untersuchungen ist der zentrale Parkplatz an der Granetalsperre vom 6. Juli bis voraussichtlich 30. November 2026 teilweise gesperrt. Auch die Dammkrone kann zeitweise geschlossen sein; die Harzwasserwerke nennen eine Umleitung unterhalb des Damms.
HWN 110 kurz und knapp
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wo steht der Kasten? | Am östlichen Uferweg des Granestausees |
| Geeigneter Wanderstart | Parkplatz „Unter den Eichen“ am Goslarer Steinberg |
| Charakter | überwiegend Wald- und Forstwege, am See wenig Schatten |
| Schwierigkeit | leicht bis mittel, abhängig von gewählter Runde |
| Einkehr | Steinbergalm oder später in Goslar; nichts am Kasten |
| Koordinaten | 51.900581, 10.382222 |
Kürzester Zustieg vom Steinberg
Die offizielle HWN-Beschreibung empfiehlt den Parkplatz „Unter den Eichen“ oberhalb des Goslarer Stadtteils Steinberg. Von dort führen ausgeschilderte Waldwege hinunter beziehungsweise südwestlich zum Ostufer. Plane nicht nur nach Luftlinie: Zwischen Parkplatz, Stempel und See liegen Abzweige, und nach Forstarbeiten kann ein vertrauter Weg anders aussehen. Eine aktuelle Wanderkarte oder ein offline gespeicherter Track ist sinnvoll.
Der Zustieg ist technisch meist unkompliziert, umfasst aber Gefälle und Naturweg. Nach Regen können Schotter, Laub und aufgeweichte Stellen rutschig sein. Eine verlässliche Barrierefreiheit ist nicht ausgewiesen. Wer mit Kinderwagen unterwegs ist, sollte den aktuellen Zustand der Forstwege vor Ort beurteilen und eine Umkehrmöglichkeit einplanen.
Runde mit Steinbergturm und Steinbergalm
Besonders stimmig ist die Verbindung mit Steinbergturm und Steinbergalm (HWN 111). Du kannst zunächst zum Turm aufsteigen, die Aussicht nutzen und anschließend zum See absteigen. Die Steinbergalm ist eine mögliche Einkehr, ihre Öffnung kann jedoch wetter- oder veranstaltungsbedingt abweichen. Prüfe sie am Tourtag direkt beim Betrieb.
Eine vollständige Seeumrundung ist deutlich länger als der direkte Stempelzustieg. Plane dafür ausreichend Zeit, Wasser und einen Rückweg zum gewählten Parkplatz. An der Dammkrone können die Bauarbeiten 2026 deine Runde verändern; folge der ausgeschilderten Umleitung und betrete keine abgesperrten Betriebsflächen.
Jahreszeit und Sicherheit
Am offenen Ufer können Sonne und Wind stärker wirken als im Wald. Im Winter sind vereiste Wege und nicht geräumte Abschnitte möglich. Bei Sturm solltest du die Waldtour verschieben. Die aktuellen Hinweise der Harzwasserwerke und örtliche Sperrschilder haben Vorrang vor älteren Tourenbeschreibungen.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.