HWN 118 Kästehaus: Kästeklippen und Hexenküche
📷 Kästehaus von Kassandro unter Lizenz CC BY-SA 3.0
HWN 118 steht nicht im Gebäude, sondern an der Wegkreuzung nördlich des Kästehauses neben der Haltestelle. Das ist wichtig, weil ältere Berichte die Stempelstelle oft pauschal dem ehemaligen Ausflugslokal zuordnen. Für den Abdruck zählt der frei zugängliche Kasten am Weg; eine Einkehr darfst du nicht voraussetzen.
Die Kästeklippe ist eine erschlossene Aussichtsklippe über dem Okertal. Ihre gerundeten Granitblöcke zeigen die für den Harz typische Wollsackverwitterung. Besonders bekannt ist die Formation „Alter vom Berge“. Auch Hexenküche, Mausefalle und Feigenbaumklippe machen die Runde landschaftlich abwechslungsreich.
Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026. Ob und in welcher Form am Kästehaus Gastronomie angeboten wird, kann sich ändern. Proviant gehört deshalb unabhängig von älteren Tourenbeschreibungen in den Rucksack.
HWN 118 kurz und knapp
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wo steht der Kasten? | Wegkreuzung nördlich des Kästehauses |
| Klassischer Start | Romkerhall an der B498 |
| Empfohlene Runde | 5,58 km mit HWN 117 |
| Schwierigkeit | mittel; steinige Wege und Klippen |
| Aussicht | Kästeklippe über dem Okertal |
| Koordinaten | 51.868111, 10.484694 |
Runde ab Romkerhall
Der offizielle Rundweg 3 von Goslar Marketing beginnt bei Romkerhall und verbindet Wasserfall, Treppenstein HWN 117, Kästeklippen, Hexenküche, Mausefalle und Feigenbaumklippe. Die Runde ist 5,58 Kilometer lang, umfasst etwa 213 Höhenmeter und wird mit zwei Stunden reiner Gehzeit angegeben. Mit Pausen an den Felsen sind drei Stunden realistischer.
Je nach Laufrichtung folgt auf den Treppenstein der Bereich am Kästehaus oder umgekehrt. Die Wege bestehen überwiegend aus Schotter und normalen Waldwegen, enthalten aber auch Pfadpassagen. An Aussichtsfelsen sind Trittsicherheit und mitunter Schwindelfreiheit erforderlich. Die Felsen müssen für den Stempel nicht bestiegen werden.
Für die Orientierung vor Ort sind drei Punkte auseinanderzuhalten: Wegkreuzung und Stempelkasten, das Areal des Kästehauses sowie die eigentliche Aussicht an der Kästeklippe. Sie liegen nah beieinander, sind aber nicht identisch. Wer direkt nach dem Abdruck umkehrt, verpasst deshalb die bekannten Granitformen und den Talblick.
Längere Okertal-Tour
Erfahrene Wandernde können die Runde mit der Verlobungsinsel HWN 116 und der Halleschen Hütte HWN 119 erweitern. Dann kommen steile Talaufstiege und deutlich mehr Höhenmeter hinzu. Lege den vollständigen Verlauf vorher fest, statt spontan einem unmarkierten Pfad zu folgen.
Parken, Bus und Sicherheit
Der Parkplatz bei Romkerhall ist begrenzt. Für die Busanreise nennt die Tour die Haltestelle Waldhaus Okertal, von der noch ein längerer Fußweg bleibt. Prüfe den aktuellen Fahrplan. An Wochenenden und Feiertagen lohnt sich ein früher Start.
Bei Nässe, Eis oder Gewitter sind die Klippen kein guter Aufenthaltsort. Wurzeln und Granit können extrem glatt werden. Nach Stürmen oder während Forstarbeiten können Wege kurzfristig gesperrt sein. Absperrungen nicht umgehen und keine vermeintliche Abkürzung über Klettergelände nehmen. Für Kinderwagen und Rollstuhl ist die Runde nicht geeignet.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.