HWN 146 Großes Wehr: Grabenweg ab Dammhaus

HWN 146 Großes Wehr: Grabenweg ab Dammhaus

📷 Morgenbrodtshütte von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

Das Große Wehr (HWN 146) liegt zwischen Stieglitzeck und Sperberhaier Dammhaus. Hier beginnt der 4,1 Kilometer lange Morgenbrodtstaler Graben. Er nimmt Wasser aus Großer Söse und Morgenbrodtsbach auf und leitet es zum Dammgraben weiter. Die Stempelstelle ist deshalb ein anschaulicher Punkt in der historischen Oberharzer Wasserwirtschaft.

Wichtiger Wegehinweis, geprüft am 30. Juli 2026: Die offizielle HWN-Seite bezeichnet den steilen Weg von Stieglitzeck über Hammersteinklippe und Sösebachtal wegen umgestürzter Bäume derzeit als nicht begehbar. Nutze diese vermeintliche Abkürzung nicht. Der Grabenweg ab Sperberhaier Dammhaus ist der empfohlene Ausgangspunkt; prüfe die Meldung unmittelbar vor der Tour erneut.

HWN 146 kurz und knapp

Frage Antwort
Standort Beginn des Morgenbrodtstaler Grabens
Empfohlener Start Sperberhaier Dammhaus
Weg entlang des Grabens, überwiegend moderat
Nicht nutzen steiler Zustieg ab Stieglitzeck laut HWN gesperrt
Thema UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft
Koordinaten 51.762596, 10.445732

Ein Graben mit ungewöhnlichem Gefälle

Der Morgenbrodtstaler Graben wurde bereits 1715 erschlossen. Mit dem Bau des Sperberhaier Damms von 1732 bis 1734 ließ sich sein Wasser für die Clausthaler Gruben Dorothea und Caroline nutzen. Der Damm ist ein monumentales Aquädukt: Er überbrückt eine Geländesenke, damit Wasser auf hohem Niveau weiterfließen konnte.

Ursprünglich sollte der Damm etwa acht bis zehn Meter höher werden. Weil er niedriger ausgeführt wurde, lag der ältere Graben eigentlich zu hoch. In der Nähe des Dammhauses musste man deshalb auf ungefähr 130 Metern ein für Wassergräben ungewöhnlich starkes Gefälle von rund 11,5 Prozent schaffen. Diese technische Anpassung macht den Abschnitt besonders interessant.

Zustieg vom Sperberhaier Dammhaus

Am Sperberhaier Dammhaus beginnt der gut nachvollziehbare Weg entlang des Grabens zum Großen Wehr. Das historische Gebäude entstand zusammen mit dem Damm. Zunächst diente es den Bergarbeitern als Umkleide- und Gebetshaus, später als Dienstwohnung des Grabenwärters und schließlich als Ausflugsgaststätte.

Ob und wann Gastronomie geöffnet ist, prüfst du separat auf der Betreiberseite; nimm immer eigenes Wasser mit. Grabenwege wirken eben, haben aber offene Wasserkanten, schmale Passagen und bei Nässe rutschige Wurzeln. Kinder und Hunde gehören dort eng begleitet. Die wasserwirtschaftlichen Anlagen dürfen nicht betreten oder verändert werden.

Keine Abkürzung durch gesperrtes Gelände

Der Weg ab Stieglitzeck wäre kürzer, ist aber steil und unwegsam. Der aktuelle offizielle Hinweis nennt umgestürzte Bäume und fehlende Begehbarkeit. Eine digitale Karte kann diese Sperre übersehen. Drehe bei einer Absperrung um und suche keine Umgehung quer durch den Wald. Auch nach Aufhebung bleibt der Pfad anspruchsvoller als der Grabenweg.

Für eine längere Tour passen Schmidts-Denkmal (HWN 145) oder der Eleonorenblick (HWN 147) in der Region. Die Kombination verlangt jedoch eine geplante Rundroute und ausreichend Zeit; am Großen Wehr selbst ist eine ruhige Wasserwanderung die bessere Erwartung als eine Gipfeltour.

Anfahrt

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

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