HWN 159 Stöberhai: Gipfelgeschichte und Wanderwege
📷 Stöberhai von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Der Stöberhai (HWN 159) ist mit 720 Metern der höchste Berg des Südharzes. Der Gipfel liegt zwischen Wieda und Odertalsperre und ist nur zu Fuß erreichbar. Heute findest du dort den Stempelkasten und Erinnerungen an zwei sehr unterschiedliche Epochen: ein berühmtes Berghotel und einen militärischen Horchposten des Kalten Kriegs.
Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026. HWN 159 wird auf der aktuell geöffneten Defektseite der Harzer Wandernadel nicht als defekt geführt.
HWN 159 kurz und knapp
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Standort | Gipfelbereich des Stöberhai |
| Höhe | 720 m |
| Gute Starts | Wieda, Bad Lauterberg oder historischer Bahnhof Stöberhai |
| Einkehr | Bahnhof Stöberhai unterhalb des Gipfels |
| Besonderheit | Hotelgeschichte und ehemaliger Aufklärungsturm |
| Koordinaten | 51.656528, 10.554083 |
Vom Berghotel zum verlorenen Ausflugsziel
1872 entstand auf der gerodeten Bergkuppe ein erstes eingeschossiges Gasthaus. Erster Wirt war Karl Mast aus der Familie, die später mit Jägermeister bekannt wurde. Nach einem Brandschaden wurde 1889 das Berghotel Stöberhai mit Aussichtsturm eröffnet. Die Plattform bot Platz für viele Gäste und einen Rundblick bis Kyffhäuser und Thüringer Wald.
Das Hotel entwickelte sich zu einem bedeutenden Ausflugsziel. Die Südharz-Eisenbahn richtete 1899 im Weinblasental eine Haltestelle ein; 1900 folgte ein kleines Stationsgebäude. Von dort mussten die Gäste auf etwa 1,3 Kilometern noch rund 260 Höhenmeter überwinden. Der Hotelbetrieb endete 1975, 1980 zerstörte ein Großbrand das Gebäude.
Horchposten im Kalten Krieg
1967 errichtete die Bundeswehr einen ungefähr 75 Meter hohen Aufklärungsturm. Von dort wurde militärischer Funkverkehr in der DDR beobachtet. Die Anlage stand dem sowjetischen beziehungsweise DDR-Horchposten auf dem Brocken gegenüber. Nach der Wiedervereinigung verlor sie ihre Aufgabe; 2005 wurde der Turm kontrolliert gesprengt.
Am Gipfel gibt es deshalb weder das alte Berghotel noch den Horchturm. Informationstafeln und Gelände erzählen die Geschichte. Betritt keine Fundamentreste oder abgesperrten Bereiche.
Wege zum Gipfel
Der Stöberhai ist von Wieda, Bad Lauterberg, Bad Sachsa und der Odertalsperre über markierte Wege erreichbar. Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist der historische Bahnhof Stöberhai an der Straße zwischen Wieda und Braunlage. Von dort steigt der Weg weiter zum Gipfel an.
Der Bahnhof ist heute Waldgasthaus und nicht identisch mit HWN 159. Die Gemeinde Walkenried veröffentlicht aktuelle Öffnungstage; sie können saisonal wechseln. Prüfe die Seite oder reserviere telefonisch, wenn die Einkehr wichtig ist.
Eine Verbindung zum Hassenstein (HWN 158) bietet sich für eine längere Runde an. Von Bad Sachsa führt eine schwere Rundtour über Stephanshütte und weitere Waldwege. Kilometer, Höhenmeter und Rückweg machen den Stöberhai zu einer Tagestour, wenn mehrere Stempel eingebunden werden.
Sicherheit und Versorgung
Am exponierten Gipfel ist es oft windiger und kühler als im Tal. Nimm Regen- beziehungsweise Windschutz, Wasser und Proviant mit. Bei Sturm, Gewitter, starkem Schneefall oder Eis kehrst du um. Im Winter werden Loipen gespurt; Wandernde dürfen die Spur nicht beschädigen und beachten die lokale Wegeführung.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.
Stempel in der Nähe
Quellen und aktuelle Planung
- Harzer Wandernadel: Stempelstelle 159 / Stöberhai
- Gemeinde Walkenried: Wieda, Stöberhai und Ortsgeschichte
- Gemeinde Walkenried: Waldgasthaus Bahnhof Stöberhai
- Outdooractive: Verbindung Bahnhof Stöberhai–Südharzloipe
- Harzer Wandernadel: aktuelle Defekte und Wegesperrungen
- Harzer Wandernadel: GPS-Download und Genauigkeitshinweise