HWN 162 Kreuztalsklippe: Aussicht über Wieda
📷 Kreuztalsklippe von FB1969 unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Die Kreuztalsklippe (HWN 162) ist ein Aussichtspunkt nordöstlich von Wieda. Der Stempelkasten befindet sich in der Schutzhütte an der Klippe. Von dort blickst du über Oberwieda zum Käseberg mit seinem freistehenden Glockenturm sowie zu Knicking und Zachariaskopf. Der Aufstieg ist kurz genug für eine Halbtagestour, aber steiler als die Ortslage vermuten lässt.
Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026. HWN 162 wird auf der aktuell geöffneten Defektseite der Harzer Wandernadel nicht als defekt geführt.
HWN 162 kurz und knapp
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Stempelstandort | in der Schutzhütte an der Klippe |
| Guter Start | Bushaltestelle in Mittelwieda |
| Weg | beschilderter Waldaufstieg |
| Aussicht | Oberwieda, Käseberg, Knicking und Zachariaskopf |
| Kombination | HWN 160 und HWN 163 |
| Koordinaten | 51.628185, 10.584869 |
Aufstieg aus Mittelwieda
Die Harzer Wandernadel und die Tourist-Information Walkenried empfehlen den Start in Mittelwieda. Von der Bushaltestelle folgst du dem beschilderten Wanderweg hinauf zur Klippe. Eine Busanreise ist damit grundsätzlich möglich; die aktuelle Verbindung prüfst du am Reisetag.
Der Weg steigt aus dem schmalen Tal an. Feste Schuhe sind sinnvoll, denn Wurzeln, Steine und Laub werden nach Regen rutschig. Im Winter sind die Wege nicht zuverlässig geräumt. An der Aussichtskante benötigen Kinder enge Begleitung. Klettere nicht außerhalb freigegebener Bereiche.
Wieda als Hüttenort
Wieda wird im Mittelalter zunächst im Zusammenhang mit einer Schmelzhütte des Klosters Walkenried erwähnt. Eine Eisenhütte ist für 1562 belegt. Eisenerz aus dem Kastental, Holz und Wasserkraft bildeten die Grundlage der örtlichen Produktion. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich daraus die Wiedaer Hütte, die unter anderem Öfen herstellte und bis 1972 arbeitete.
Die heutige Lutherkirche und der freistehende Glockenturm wurden 1778 eingeweiht. Weil Wieda lang im Tal liegt, konnte sich der Klang vom erhöhten Käseberg besser über den Ort ausbreiten. Genau dieser gelbe Turm ist das auffälligste Motiv im Blick von der Kreuztalsklippe.
Nimm dir an der Hütte Zeit, die gestaffelte Aussicht zu lesen: Unter dir liegt Oberwieda im schmalen Wiedatal, gegenüber steht der Glockenturm am Käseberg, und dahinter steigen Knicking und Zachariaskopf an. Gerade bei belaubten Bäumen ist dieser konzentrierte Talblick eindrucksvoller als ein breites Gipfelpanorama.
Eine lokale Tradition erklärt außerdem, warum Teile des Felsens so blank wirken: Junggesellen sollen an ihrem 30. Geburtstag dort „putzen“. Die Hinweistafel vor Ort erzählt die Geschichte; sie ist Brauch, keine geologische Erklärung.
Längere Stempeltour
Eine veröffentlichte Wanderung verbindet vom Wanderparkplatz Kaiserweg Gipfelblick (HWN 163), Helenenruh (HWN 160) und Kreuztalsklippe auf ungefähr 9,44 Kilometern. Angegeben sind etwa 3,5 Stunden, gute Grundkondition und Trittsicherheit. Für die reine HWN-162-Tour ist der Aufstieg aus Mittelwieda übersichtlicher.
Am Ziel gibt es keine Bewirtung. Einkehrmöglichkeiten findest du im Ort, doch Öffnungszeiten prüfst du separat. Wasser und Snack gehören trotzdem in den Rucksack.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.
Stempel in der Nähe
Quellen und aktuelle Planung
- Harzer Wandernadel: Stempelstelle 162 / Kreuztalsklippe
- Gemeinde Walkenried: HWN-Ziele und Zustieg zur Kreuztalsklippe
- Gemeinde Walkenried: Wieda und seine Hütten-Geschichte
- Gemeinde Walkenried: Kirchen und freistehende Glockentürme
- Harzklub Wieda: Tourfolge Gipfelblick–Helenenruh–Kreuztalsklippe
- Harzer Wandernadel: aktuelle Defekte und Wegesperrungen