HWN 160 Helenenruh: alter Hüttenweg zwischen Wieda und Zorge
📷 Helenenruh von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Die Helenenruh (HWN 160) liegt auf etwa 550 Metern Höhe am Wiedaer Hüttenweg zwischen Wieda und Zorge. Der Stempelkasten befindet sich direkt an einer Schutzhütte. Der Weg ist landschaftlich ruhig, erzählt aber von schwerer Arbeit: Über ihn wurde früher Eisenerz mit Pferdegespannen zu den Hüttenwerken im Tal transportiert.
Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026. HWN 160 wird auf der aktuell geöffneten Defektseite der Harzer Wandernadel nicht als defekt geführt.
HWN 160 kurz und knapp
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Standort | Schutzhütte am Wiedaer Hüttenweg |
| Höhe | ungefähr 550 m |
| Guter Start | Kurpark Wieda |
| Zustieg | durch das Kastental auf dem markierten Hüttenweg |
| Kombination | Pferdchen HWN 58 oder Gipfelblick HWN 163 |
| Koordinaten | 51.642250, 10.610778 |
Historischer Erzweg
In den Revieren um Wieda und Zorge wurde Roteisenstein gewonnen. Pferdegespanne brachten das Erz auf dem Hüttenweg aus den Höhen zu den Hochöfen im Tal. Die Verhüttung benötigte große Mengen Holzkohle. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts konnte diese Technik wirtschaftlich nicht mehr mit moderner Koksfeuerung konkurrieren. 1895 erlosch der letzte Hochofen der Zorger Hütte.
Wieda und Zorge blieben dennoch Industriestandorte. In Wieda entstand aus der Eisenhütte ein bekannter Ofenhersteller; Zorge wurde unter anderem durch Maschinen- und Lokomotivbau bekannt. Auf dem Waldweg siehst du keine vollständige Industrieanlage, bewegst dich aber auf einer historischen Transportachse.
Zustieg aus Wieda
Die Harzer Wandernadel empfiehlt den Kurpark Wieda als Start. Von dort folgst du der Beschilderung durch das Kastental auf den Hüttenweg. Der Weg steigt über längere Abschnitte an. Plane für den Rückweg genügend Kraft ein und speichere die Karte offline.
Am Stempel steht eine Schutzhütte, aber keine bewirtschaftete Baude. Wasser und Snack gehören in den Rucksack. Nach Regen sind Forstwege und Wurzeln rutschig; im Winter können Schnee, Eis und Loipen die Wegeführung verändern.
Rundtouren nach Zorge
Von Helenenruh führt der Harzer BaudenSteig weiter zum Pferdchen (HWN 58) oberhalb von Zorge. Der Aussichtspavillon bietet einen starken Blick über den Ort. Eine andere Verlängerung folgt dem Kaiserweg zum Gipfelblick (HWN 163). Dessen heutiger Standort liegt nicht mehr an der alten Bremer Klippe; verwende aktuelle Kartendaten.
Eine vom Harzklub beschriebene Stempeltour verbindet ab Wanderparkplatz Kaiserweg HWN 163, HWN 160 und HWN 162 auf rund 9,44 Kilometern in etwa 3,5 Stunden. Sie wird als mittelschwer beschrieben und verlangt Grundkondition sowie Trittsicherheit. Diese Route eignet sich besser für geübte Wandernde als für einen spontanen Familienabstecher.
Natur und Rücksicht
Die Wälder und Bergwiesen rund um Wieda und Zorge sind Lebens- und Wirtschaftsraum. Bleibe auf markierten Wegen, halte Hunde unter Kontrolle und beachte Forstarbeiten. Bei Sturmwarnung oder Gewitter verschiebst du die Tour. Wer nur HWN 160 sammeln möchte, geht auf dem bekannten Weg zum Kurpark zurück.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.
Stempel in der Nähe
Quellen und aktuelle Planung
- Harzer Wandernadel: Stempelstelle 160 / Helenenruh
- Gemeinde Walkenried: HWN-Ziele in Wieda und Zorge
- Gemeinde Walkenried: Wieda und seine Hütten- und Bergbaugeschichte
- Harzklub Wieda: Tourfolge Gipfelblick–Helenenruh–Kreuztalsklippe
- Harzer Wandernadel: aktuelle Defekte und Wegesperrungen
- Harzer Wandernadel: GPS-Download und Genauigkeitshinweise