HWN 165 Wendeleiche: Grenzgeschichte auf dem Bergwiesenweg

HWN 165 Wendeleiche: Grenzgeschichte auf dem Bergwiesenweg

📷 Wendeleiche von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

Die Wendeleiche (HWN 165) ist ein historischer Aussichtspunkt zwischen Zorge und Sülzhayn, nur wenige Meter vom Verlauf der früheren innerdeutschen Grenze entfernt. Der Name erinnert an eine Wendeltreppe, die einst zu einer Plattform in der Krone einer Eiche führte. Heute ist der Ort ein Ziel am Bergwiesenweg – nicht mehr besteigbar, aber geschichtlich bemerkenswert.

Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026. HWN 165 wird auf der aktuell geöffneten Defektseite der Harzer Wandernadel nicht als defekt geführt.

HWN 165 kurz und knapp

Frage Antwort
Standort historischer Aussichtspunkt zwischen Zorge und Sülzhayn
Guter Start Parkplatz am Kurhaus Zorge
Weg ausgeschilderter Bergwiesenweg
Historie frühere Baumplattform nahe der DDR-Grenze
Kombination Stiefmutter HWN 164 und Roter Schuss HWN 90
Koordinaten 51.624557, 10.657083

Woher kommt der Name?

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde an der Eiche eine Wendeltreppe angebracht. Sie führte zu einer Plattform in der Baumkrone und machte den Ort zu einem ungewöhnlichen Aussichtspunkt. Die Konstruktion stand nur wenige Meter von der späteren innerdeutschen Grenze entfernt.

Die DDR-Grenztruppen entfernten Treppe und Plattform. Zwei rostige Eisenreste erinnern nach Angaben der Harzer Wandernadel noch an die alte Konstruktion. Sie sind historische Spuren, keine Kletteranlage. Halte Abstand und versuche nicht, sie zu besteigen.

Zustieg aus Zorge

Vom Parkplatz am Kurhaus Zorge folgst du dem beschilderten Bergwiesenweg zur Wendeleiche. Der Weg führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Wald und offenen Wiesen. Die Gemeinde Walkenried bindet HWN 165 zusammen mit Pferdchen, Helenenruh, Stiefmutter und der Zweiländereiche in die regionale Zorger Wandernadel ein.

Die Strecke ist nicht pauschal barrierefrei. Nasse Wiesenwege, Wurzeln, Schnee oder Eis können die Bedingungen verändern. Speichere die Route offline und beachte aktuelle Forst- beziehungsweise Sperrhinweise.

Weiter zur Stiefmutter

Der Bergwiesenweg führt weiter zur Stiefmutter (HWN 164) oberhalb der Hundertmorgenwiese. Dort steht die Pflege artenreicher Bergwiesen im Mittelpunkt. Eine längere Runde kann den Roten Schuss (HWN 90) und die Sonderstempelstelle Zweiländereiche einbinden.

Diese Landschaft liegt im historischen Grenzraum zwischen Niedersachsen und Thüringen. Heute verbinden Wanderwege die Region; Grenzgeschichte bleibt an Relikten und Ortsnamen sichtbar. Behandle solche Spuren respektvoll und nimm keine Teile mit.

Natur und Tourenplanung

Bleibe auf markierten Wegen, weil Bergwiesen bewirtschaftet und naturschutzfachlich wertvoll sind. Hunde gehören an kurzer Leine, Tore werden wieder geschlossen. Im Frühsommer blühen viele Wiesenpflanzen; im Hochsommer brauchst du in offenen Abschnitten Sonnenschutz und ausreichend Wasser.

Am Stempel gibt es weder Einkehr noch Toilette. Versorge dich in Zorge und prüfe Öffnungszeiten vorab. Wer eine kurze Runde möchte, kombiniert HWN 165 mit HWN 164 und kehrt anschließend zum Kurhaus zurück. Bei Sturm, Gewitter oder Glätte verschiebst du die Tour.

Anfahrt

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

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Quellen und aktuelle Planung

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