HWN 167 Hexentanzplatz: Ellricher Blick ab Walkenried

HWN 167 Hexentanzplatz: Ellricher Blick ab Walkenried

📷 Hexentanzplatz Walkenried von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

Der Hexentanzplatz, auch “Ellricher Blick” genannt, liegt im Naturschutzgebiet “Itelteich” auf dem Gipsmassiv “Himmelreich” zwischen Walkenried und Ellrich. Von hier bietet sich ein wunderschöner Blick auf Ellrich.

Historische Bedeutung

Oberhalb des Eisenbahntunnels befindet sich der Hexentanzplatz. Die offizielle Beschreibung der Harzer Wandernadel überliefert ihn als ehemalige Kulturstätte der Chatten; die Bezeichnung „Himmelreich“ wird mit den Mönchen des Klosters Walkenried verbunden. Diese Deutung ist als regionale Überlieferung und nicht als zweifelsfrei belegte archäologische Tatsache zu verstehen.

Wanderwege zum Hexentanzplatz

  • Startpunkt: Kostenloser Parkplatz am Kloster Walkenried.
  • Route: Vom Parkplatz führt ein 2,3 km langer Weg zur Stempelstelle mit herrlichem Ausblick auf Ellrich.

Hinweis: Bitte parken Sie nicht auf dem Parkplatz der Gedenkstätte Ellrich-Juliushütte.

Tourenplanung und Wegcharakter

Der von der Harzer Wandernadel empfohlene Ausgangspunkt ist der kostenlose Parkplatz am Kloster Walkenried. Von dort sind es rund 2,3 Kilometer je Richtung bis zum Stempelkasten. Der Weg führt in das Naturschutzgebiet Itelteich und hinauf auf das stark verkarstete Gipsmassiv Himmelreich. Die rund 303 Meter hoch gelegene Stempelstelle ist damit kein alpines Ziel, verlangt auf Naturpfaden aber mehr Aufmerksamkeit als ein ebener Spazierweg.

Wurzeln, Kalk- und Gipsgestein sowie feuchte Laubschichten können rutschig sein. Besonders nach Regen und im Winter sind griffige Schuhe wichtig. Bleibe auf den markierten Wegen: Dolinen, Felsbereiche, alte Bäume und störungsempfindliche Tierlebensräume sind wesentliche Gründe für den Schutzstatus. Hunde gehören unter Kontrolle und sollten Wildtiere weder verfolgen noch in Ufer- oder Schilfzonen laufen.

Der Ellricher Blick ist ein Naturziel ohne verlässliche Versorgung. Packe Getränke und eine kleine Rast ein; Einkehr und Museumsbesuch planst du besser in Walkenried. Die Klosteranlage eignet sich als kulturgeschichtlicher Abschluss, ihre Öffnungszeiten sind jedoch saison- und veranstaltungsabhängig.

Route erweitern

Für eine längere Karstwanderung kann HWN 167 mit der Sachsensteinhütte HWN 166 und dem Gipsbrennofen HWN 192 verbunden werden. Dafür braucht es eine aktuelle Wanderkarte und deutlich mehr Zeit als für den direkten Zugang. Die Parkflächen der KZ-Gedenkstätte Ellrich-Juliushütte sind ausdrücklich nicht als Wanderparkplatz zu nutzen.

Orientierung und Rückweg

Der Kartenlink markiert den Stempelkasten, nicht den empfohlenen Start. Für die Standardtour wird deshalb zuerst zum Kloster Walkenried navigiert und erst zu Fuß der Beschilderung gefolgt. Am Rückweg helfen Kloster und Ort als eindeutige Richtungspunkte. Wer die Wanderung in Ellrich beginnen oder als Streckentour beenden möchte, prüft vorher Grenzverlauf, Bahnverbindungen und zulässige Wege; die Bahntrasse und der Tunnel sind keine Abkürzung.

Für Naturbeobachtungen sind Fernglas und leises Verhalten sinnvoll. Uhu oder Feuersalamander lassen sich nicht zuverlässig antreffen und dürfen keinesfalls gesucht, angefasst oder mit Blitz fotografiert werden. Früh am Morgen ist es ruhiger, nach Einbruch der Dunkelheit wird die Orientierung im Karstwald jedoch deutlich schwieriger. Die Tour sollte bei Tageslicht beendet werden.

Anfahrt

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

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Quellen und aktuelle Planung

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