HWN 186 Anhaltinischer Saalstein ab Bad Suderode

HWN 186 Anhaltinischer Saalstein ab Bad Suderode

📷 Anhaltinischer Saalstein von Olaf Meister unter Lizenz CC BY-SA 4.0

Der Anhaltinische Saalstein ist eine markante Felsklippe im Naturschutzgebiet, etwa 3 km südlich von Bad Suderode.

Historische Bedeutung

Bis 1918 markierte der Saalstein die Grenze zwischen dem Herzogtum Anhalt und dem Königreich Preußen.

Wanderwege zum Anhaltinischen Saalstein

  • Bad Suderode: Vom Parkplatz unterhalb des Sportplatzes führt der Weg vorbei am Felsenkeller und der Lessinghöhle zur Stempelstelle.
  • Gernrode: Start am Osterteich-Parkplatz, etwa 4,7 km zur Stempelstelle.
  • Friedrichsbrunn: Vom Parkplatz “Am Ramberg” ca. 6 km Wanderung.

Aufstieg durch das Kalte Tal

Ab Bad Suderode führt die nachvollziehbarste Route am Felsenkeller und an der Lessinghöhle vorbei in das Kalte Tal. An einer Wegkreuzung beginnt der stetige Anstieg zur Felsklippe und zum Stempelkasten auf etwa 367 Metern Höhe. Die Alternativen ab Gernrode oder Friedrichsbrunn sind längere Waldwanderungen; ihre Distanz hängt vom konkreten Start und der gewählten Rundroute ab.

Der Weg ist nicht technisch alpin, enthält aber steilere Naturpfade. Feuchtes Laub, Wurzeln und Blockschutt können rutschig sein. Die Felsbereiche sind nicht überall gesichert. Abstand zu Kanten, feste Schuhe und Aufsicht für Kinder sind notwendig. Für Kinderwagen ist der letzte Anstieg ungeeignet.

Seltene Felsheide und historische Grenze

Das kleine Naturschutzgebiet bewahrt einen für den Harz ungewöhnlichen Felsheide-Kiefernwald. Die offizielle Beschreibung nennt unter anderem Bleiches Habichtskraut und die seltene Bärentraube. Bleibe deshalb auf den Wegen, pflücke keine Pflanzen und betrete keine Blockschutthalden.

Bis 1918 verlief hier die Grenze zwischen Herzogtum Anhalt und Königreich Preußen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kalten Tals liegt der Preußische Saalstein. Der Name wird von mittelalterlichen Salbüchern abgeleitet, also Besitz- und Abgabenverzeichnissen.

Eine passende Runde verbindet HWN 186 mit dem Preußenturm HWN 185. Unterwegs gibt es keine sichere Einkehr; Wasser und Proviant sind selbst mitzuführen. Waldarbeiten oder Naturschutzmaßnahmen können den Zugang kurzfristig verändern.

Grenzweg lesen und Rückweg sichern

Auf älteren Karten erscheint ein Teil der Route als Forstbotanischer Wanderweg oder Grenzweg. Diese Bezeichnungen helfen bei der Orientierung, ersetzen aber nicht die aktuelle Beschilderung. Am Knoten im Kalten Tal wird der Abzweig für den Rückweg gespeichert. Der Online-Punkt des Stempelkastens ist kein Parkplatz; gestartet wird an einer offiziell ausgewiesenen Fläche in Bad Suderode.

Der Aufstieg gewinnt seine Schwierigkeit weniger aus der Länge als aus Steigung und Untergrund. Wanderstöcke können beim Abstieg unterstützen, dürfen aber empfindliche Vegetation neben dem Pfad nicht beschädigen. Nach Frost-Tau-Wechsel ist mit gelockerten Steinen zu rechnen.

Wer Anhaltinischen und Preußischen Saalstein vergleichen möchte, bleibt auf markierten Wegen und plant die Querung des Kalten Tals vollständig. Eine direkte Linie zwischen den Felsen kann durch Schutzflächen oder unwegsames Gelände führen. Für naturkundliche Beobachtungen genügt ein Foto; Fundstücke, Pflanzen und Gestein verbleiben im Naturschutzgebiet.

Anfahrt

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

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Quellen und aktuelle Planung

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