HWN 205 Rastplatz am Clusberg bei Pansfelde
📷 Am Clusberg von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Die Stempelstelle 205 liegt an einem schlichten Wald-Rastplatz unterhalb des Clusberges zwischen Pansfelde und Stangerode. Der Reiz des Ziels ist weniger ein einzelnes Bauwerk als der Übergang zwischen Wald, Wiesen, Kleingewässern und dem geschützten Clusberg. Wer langsam geht, entdeckt hier mehr als bei einem schnellen Stempelstopp.
Naturschutzgebiet Clusberg
Seit 1994 steht der Clusberg unter Naturschutz. Das Landesamt für Umweltschutz führt das Gebiet mit rund 30 Hektar. Alte Eichen- und Hainbuchenbestände, trockene Waldsäume, Wiesen und Streuobstflächen bilden ein kleinräumiges Mosaik. Totholz bietet Höhlen und Nahrung für Arten wie Schwarzspecht und Hohltaube; es bleibt deshalb im Wald und wird nicht als Brennholz gesammelt.
Ein Kleingewässer ist für Libellen und Amphibien wertvoll. Während der Laichzeit sind Ufer besonders störungsempfindlich. Frösche, Molche und Larven werden weder gefangen noch umgesetzt. Zu den botanischen Besonderheiten gehört die Stinkende Nieswurz. Ihr Name ist eine Bestimmungshilfe, keine Einladung, Pflanzenteile abzubrechen.
Wanderwege zum Rastplatz unterhalb des Clusberges
- Von Pansfelde: Der markierte Waldweg ist der direkteste Zugang. Geparkt wird nur auf zulässigen Flächen im Ort oder an ausgewiesenen Ausgangspunkten.
- Von Stangerode: Ab Bisongehege (HWN 86) lässt sich eine längere Route über die Schwennecke planen. Betriebswege und Weiden werden nicht abgekürzt.
- Richtung Degenershausen: Eine Verbindung zum Landschaftspark Degenershausen (HWN 202) ist möglich, verlangt aber eine vollständige Karte des Wirtschaftswegenetzes.
Was unterwegs wichtig ist
Die Wege sind überwiegend leicht, können auf lehmigem Boden nach Regen jedoch rutschig werden. Umgestürzte Bäume oder Forstarbeiten können eine geplante Linie verändern; Absperrungen werden nicht umgangen. Im Sommer sind offene Wiesen sonnig, im Frühjahr können einzelne Passagen nass sein.
Der Rastplatz ist nicht bewirtschaftet und besitzt keine sichere Trinkwasserquelle. Getränke, Snack und Abfallbeutel gehören in den Rucksack. Eine Einkehr am Bisongehege oder in umliegenden Orten wird nur nach aktueller Öffnungsprüfung eingeplant. Für Hunde gelten Leine und besondere Rücksicht an Wildgehegen, Weiden und Amphibiengewässern.
Das Naturschutzgebiet wird ausschließlich auf vorhandenen Wegen erlebt. Drohnen, laute Musik und Nachtbesuche passen weder zu Brutvögeln noch zu Wildtieren. Alte Bäume können bei Sturm Äste verlieren, weshalb die Tour bei amtlicher Warnung verschoben wird.
HWN 205 eignet sich gut für eine ruhige Halbtagestour mit HWN 86. Wer zusätzlich HWN 202 oder Mausoleum Meisdorf (HWN 207) aufnehmen möchte, sollte die Distanzen und Rückkehr vorher berechnen; die Stempel liegen nicht alle an einem einzigen beschilderten Rundweg.
Die trockeneren Eichenwald-Bereiche unterscheiden sich deutlich von den feuchten Senken am Kleingewässer. Gerade dieser Wechsel erklärt die hohe Artenvielfalt auf kleiner Fläche. Im Frühjahr lohnt ein langsames Beobachten vom Weg, im Sommer bieten alte Bäume Schatten. Pilze und Totholz werden nicht gesammelt, weil sie zum geschützten Stoffkreislauf gehören.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.