HWN 71 Rosstrappe: Felsblicke über dem Bodetal

HWN 71 Rosstrappe: Felsblicke über dem Bodetal

📷 Roßtrappe von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

Die Rosstrappe erhebt sich auf 403 Metern Höhe über dem Bodetal und liegt dem Hexentanzplatz gegenüber. Mehrere Aussichtspunkte öffnen den Blick in die Schlucht und auf die gegenüberliegenden Felsen. Einer Sage nach entkam Königstochter Brunhilde dem Ritter Bodo mit einem Sprung über das Tal; der hufeisenförmige Abdruck im Fels soll von ihrem Pferd stammen. Geologisch und landschaftlich ist der Sandsteinfelsen auch ohne die Sage ein eindrucksvolles Ziel.

Der Stempelkasten steht neben der Informationstafel des Regionalverbands Harz am Abzweig zur Schurre. Er befindet sich damit nicht direkt am berühmten Hufabdruck und nicht an der Bergstation. Wer nur zum Hauptaussichtspunkt geht, sollte diesen Abzweig deshalb bewusst in die Route aufnehmen.

Tourenplanung und Startpunkte

Bequem erreicht man die Höhe über den ausgewiesenen Parkplatz an der Rosstrappe oder mit dem Sessellift aus dem Bodetal. Von dort folgt man den Wegweisern Richtung Schurre und Aussichtspunkte. Eine sportlichere Variante beginnt in Thale und steigt über den Präsidentenweg auf; die Höhendifferenz ist beträchtlich und verlangt mehr Zeit als die kurze Distanz auf der Karte vermuten lässt.

Aus Richtung Treseburg lässt sich die Rosstrappe über Hochwege mit dem Wilhelmsblick (HWN 66) verbinden. Wer anschließend ins Tal zurückkehren möchte, muss die aktuell freigegebenen Wege nutzen. Die historische Schurre war nach Felssicherungsarbeiten zeitweise gesperrt beziehungsweise nur eingeschränkt nutzbar; ältere Routenbeschreibungen sind daher keine ausreichende Freigabe. Sessellift-, Bus- und Parkplatzzeiten vorab prüfen, wenn die Tour nicht am selben Punkt enden soll.

Wegcharakter, Saison und Einkehr

Rund um Parkplatz und Bergstation gibt es befestigte Abschnitte, zu den Aussichtsfelsen führen jedoch auch steinige, wurzelige und stellenweise schmale Wege. Abstand zu Felskanten, feste Schuhe und Aufsicht bei Kindern sind unverzichtbar. Bei Eis, Gewitter, Sturm oder dichtem Nebel verliert die exponierte Runde sowohl Sicherheit als auch Aussicht.

Gastronomie und Toiletten befinden sich im touristischen Bereich der Rosstrappe und im Bodetal, sind aber saison- und betriebsabhängig. Wer über Präsidentenweg oder Hochwege kommt, nimmt Wasser mit und kalkuliert den Rückweg unabhängig von einer letzten Liftfahrt.

Konkreter Tourencheck

Auf der Rosstrappe werden drei Punkte unterschieden: Bergstation beziehungsweise Parkplatz, Hauptaussichten und HWN-Kasten am Abzweig zur Schurre. Wer nur dem größten Besucherstrom folgt, kann am Stempel vorbeigehen. Vor dem Abstieg wird geprüft, welche Wege aktuell freigegeben sind; eine historische Beschreibung der Schurre gilt nicht automatisch als heutige Freigabe. Der Präsidentenweg ist die sportliche Talverbindung und verlangt entsprechende Kondition.

Bei einer Liftanreise werden letzte Talfahrt und mögliche Wartezeit eingerechnet. Der Hochweg Richtung Treseburg oder Wilhelmsblick ist eine eigenständige Streckentour mit Rücktransport, nicht bloß eine Verlängerung der Aussichtsrunde. An Felskanten bleibt die Gruppe zusammen und nutzt die vorgesehenen Plattformen. Bei Nebel, Sturm oder Eis ist der touristische Bergbereich zwar möglicherweise erreichbar, der Gang zu exponierten Blickpunkten aber nicht sinnvoll. Getränke kommen bei längeren Varianten unabhängig von geöffneter Berggastronomie mit.

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

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Quellen und aktuelle Planung

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