HWN 126 Lochstein: Am Oberen Schalker Graben

HWN 126 Lochstein: Am Oberen Schalker Graben

📷 Lochstein am Oberen Schalker Graben von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

HWN 126 liegt am Oberen Schalker Graben zwischen Festenburg und der Schalke. Das Ziel verbindet zwei Zeugnisse des Oberharzer Bergbaus: den historischen Wassergraben und einen Lochstein, der als Grenzmarke eines Grubenfeldes diente. Wer nicht nur einen Stempel, sondern die Landschaft lesen möchte, findet hier einen besonders passenden Ort.

Der Obere Schalker Graben wurde 1716 angelegt. Auf 8.980 Metern Länge leitete er Wasser vom Südhang der Schalke in Richtung Hahnenklee, wo die Wasserkraft Bergwerksanlagen antrieb. Er gehört zum weit verzweigten System der Oberharzer Wasserwirtschaft, das heute Teil des UNESCO-Welterbes „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“ ist.

Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026. HWN 126 wird auf der aktuell geöffneten Defektseite der Harzer Wandernadel nicht als defekt geführt.

HWN 126 kurz und knapp

Frage Antwort
Stempelstandort am Lochstein direkt am Oberen Schalker Graben
Empfohlener Start Festenburg
Wegcharakter Wald- und Grabenwege, abschnittsweise Anstieg
Gute Erweiterung weiter zur Schalke und HWN 125
Einkehr nicht direkt an der Stempelstelle
Koordinaten 51.837025, 10.379808

Zustieg von Festenburg

Von Festenburg gehst du zunächst in Richtung Bockswiese. Der von der Harzer Wandernadel beschriebene Zustieg quert zuerst den Unteren Schalker Graben und steigt anschließend zum Oberen Schalker Graben hinauf. Dort hältst du dich links und folgst dem Grabenweg bis zum Lochstein und Stempelkasten.

Grabenwege verlaufen häufig moderat, sind aber nicht automatisch barrierefrei. Wurzeln, feuchte Stellen und schmale Passagen am Wasser verlangen Aufmerksamkeit. Nach längerem Regen können die Böschungen weich sein; im Winter bleibt Eis an schattigen Stellen lange liegen. Halte Abstand zur Grabenkante und lasse Kinder nicht unbeaufsichtigt am Wasser laufen.

Was ein Lochstein erzählt

Lochsteine markierten im historischen Bergbau die Grenzen verliehener Grubenfelder. Der Name bezieht sich auf die charakteristische Vertiefung oder Markierung im Stein. Zusammen mit dem Graben macht der Fundort sichtbar, dass die Wälder des Oberharzes über Jahrhunderte eine technische Arbeitslandschaft waren: Wasser wurde gesammelt, auf möglichst großer Höhe transportiert und gezielt als Energiequelle eingesetzt.

Die Anlagen sind Kulturdenkmale und keine Spielplätze. Bitte klettere nicht auf Mauern oder Steine, versetze nichts und betrete keine gesperrten Bauwerksteile. An Infotafeln und an den wasserführenden Gräben lässt sich die Funktion besser nachvollziehen als durch Abkürzungen quer durchs Gelände.

Kombination mit dem Schalker Turm

Für eine sportlichere Runde gehst du vom Lochstein ein Stück zurück und folgst dann dem steil ansteigenden Weg zur Schalke. Die offizielle HWN-Beschreibung nennt für die Route ab Festenburg über HWN 126 bis zum Schalker Turm (HWN 125) rund 220 Höhenmeter. Dort wartet neben dem zweiten Stempel ein restaurierter Aussichtsturm.

Nimm für diese Erweiterung Getränke und Proviant mit; direkt an HWN 126 gibt es keine verlässlich geöffnete Einkehr. Die Köte am Heidenstieg (HWN 124) liegt auf der anderen Seite des Schulenberger Raums und eignet sich eher für eine separate kurze Familienrunde.

Anfahrt

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

Stempel in der Nähe

Quellen und aktuelle Planung

Buddy

Dein Harzer Wanderbuddy hilft dir beim Planen von Touren rund um die Harzer Wandernadel. Entdecke außerdem unsere App NEU für eine einfachere Tourenplanung.