HWN 139 Kuckholzklippe: Turmwege ab Lerbach

HWN 139 Kuckholzklippe: Turmwege ab Lerbach

📷 Kuckholzklippe Aussichtsturm von B.Thomas95 unter Lizenz CC BY-SA 3.0

Die Kuckholzklippe (HWN 139) liegt am Harzer Försterstieg oberhalb von Lerbach. Auf der Klippe steht ein 15 Meter hoher Stahlfachwerkturm mit 75 Stufen. Bei klarer Sicht reicht der Blick über Lerbach und Buntenbock zum Ackerhöhenzug, zum Brocken und weit in das Harzvorland. Die Stempelstelle verbindet damit eine echte Aussicht mit gut erzählbarer Harzklub-Geschichte.

Wichtig, zuletzt geprüft am 30. Juli 2026: HWN 139 steht auf der aktuellen Defektseite der Harzer Wandernadel. Ob der Stempelkasten wieder einsatzbereit ist, solltest du kurz vor dem Aufbruch offiziell prüfen. Ein Defekt des Stempels ist nicht automatisch eine Aussage zur Begehbarkeit des Turms; Sperren und Hinweise direkt am Bauwerk haben immer Vorrang.

HWN 139 kurz und knapp

Frage Antwort
Ziel Stempelkasten und 15-Meter-Aussichtsturm
Turmaufstieg 75 Stufen, nicht barrierefrei
Starts Lerbach oder „An der Trift“ in Buntenbock
Wegcharakter teils steile Waldwege
Aktueller Hinweis Stempelstelle offiziell als defekt gemeldet
Koordinaten 51.766308, 10.313833

Ein Aussichtsturm von 1897

Die Harzklub-Zweigvereine der Umgebung ließen den Turm vom Königlichen Hüttenamt Lerbach bauen. Die Einweihung fand am 1. August 1897 statt; die Baukosten werden mit 2.625 Reichsmark angegeben. Nach einer Restaurierung im Jahr 1992 wurde das Bauwerk 1994 als Denkmal eingestuft. Der Name der Klippe wird vermutlich vom nahen „Kuhkolk“ hergeleitet, einer früheren Viehtränke.

Der offene Stahlturm verlangt Schwindelfreiheit. Bei Gewitter, Sturm, Eis oder einer amtlichen beziehungsweise örtlichen Sperre bleibt man unten. Kinder benötigen auf den Stufen enge Begleitung. Die Aussichtsqualität hängt stark von Wolken und Sichtweite ab; ein klarer Herbst- oder Wintertag kann lohnender sein als ein diesiger Sommertag.

Zwei passende Zustiege

Von Buntenbock startest du am Wanderparkplatz „An der Trift“ und folgst dem Harzer Försterstieg über Braunseck (HWN 138). Die Verbindung eignet sich gut, wenn du Bahnplanung, Waldweg und Aussichtsturm in einer Tour kombinieren möchtest.

Ab Lerbach führt eine abwechslungsreichere Variante über den Eisenstein-Lehrpfad und Aussichtspunkte wie Concordiaklippe oder Claras Höhe. Der Anstieg aus dem schmalen Tal ist spürbar. Kalkuliere für den Rückweg ausreichend Kraft und nutze nur markierte Wege; nach Waldarbeiten können lokale Umleitungen nötig sein. Die Stadt Osterode beschreibt Lerbach und die Kuckholzklippe als markante Wanderziele, weist auf ihrer Tourenseite aber zugleich auf aktuelle Umleitungen im Raum Sösetalsperre hin.

Praktische Planung

Am Turm gibt es keine verlässliche Bewirtung. Wasser, Snack und eine aktuelle Karte gehören in den Rucksack. Nach Regen sind Wurzeln, Laub und steile Abschnitte rutschig. Für einen längeren Wandertag kannst du Braunseck anbinden; der Eselsplatz (HWN 140) liegt weiter südlich am Hexenstieg und verlangt eine deutlich größere Runde.

Wer nur einen kurzen Spaziergang erwartet, unterschätzt leicht die Höhenmeter aus Lerbach. Plane die Tour als Waldwanderung mit Turmziel und nicht als direkt anfahrbaren Aussichtspunkt.

Anfahrt

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

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Quellen und aktuelle Planung

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