HWN 140 Eselsplatz: Hexenstieg zur Sösetalsperre
📷 Eselsplatz von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0
Der Eselsplatz (HWN 140) ist eine Rast- und Wegkreuzung am Harzer-Hexen-Stieg zwischen Osterode beziehungsweise Lerbach und der Sösetalsperre. Der Platz wirkt heute unscheinbar, steht aber für eine wichtige historische Verbindung über den Harz: Auf diesem Weg wurden Menschen, Nachrichten, Erz und Lebensmittel zwischen Harzrand und Bergstädten transportiert.
Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026. HWN 140 wird auf der aktuell geöffneten Defektseite der Harzer Wandernadel nicht als defekt geführt.
HWN 140 kurz und knapp
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Lage | am Harzer-Hexen-Stieg und historischen Hundscher Weg |
| Start West | Bleichestelle in Osterode |
| Start Ost | Bereich Sösetalsperre |
| Charakter | längerer Anstieg oder kürzerer, steiler Waldzustieg |
| Versorgung | keine verlässliche Einkehr am Stempel |
| Koordinaten | 51.746193, 10.301472 |
Vom Hauserweg zum Eselsplatz
Die Harzer Wandernadel ordnet den Weg bis in das 13. Jahrhundert ein. Er wurde als Hauserweg, später als Hundscher Weg bezeichnet und verband Osterode mit den Oberharzer Orten und weiter mit Bad Harzburg. Damit war er Handels-, Militär- und Versorgungsroute. Eine besondere Rolle spielten Getreidetransporte vom Harzer Kornmagazin in Osterode nach Clausthal.
Weil die steilen Harzwege für Wagen schwierig waren, trugen Lasttiere das Korn. Die Eselskarawanen machten auf der Höhe Rast – daher der überlieferte Name Eselsplatz. Vor Ort solltest du keinen großen Denkmalplatz erwarten. Der Reiz liegt darin, einen alten Verkehrsweg im heutigen Wald zu lesen.
Zustieg von Osterode
Der klassische Hexenstieg beginnt an der Bleichestelle in Osterode. Nach dem ersten kräftigen Anstieg erreichst du den Eselsplatz laut offizieller HWN-Beschreibung nach ungefähr 3,5 Kilometern. Diese Variante ist logisch, wenn du den Ort in den Auftakt des Fernwanderwegs einbetten möchtest. Für Hin- und Rückweg kommen allerdings zusätzliche Kilometer und Höhenmeter zusammen.
Der Hexenstieg ist markiert, trotzdem gehören aktuelle Karte und Offline-Navigation in den Rucksack. Nach Sturm, Forstarbeiten oder Starkregen können Umleitungen gelten. Die Stadt Osterode veröffentlicht Hinweise zu regionalen Wanderwegen; prüfe sie besonders dann, wenn du weiter in Richtung Riefensbeek oder Sösetalsperre gehst.
Kurzer, aber steiler ab Sösetalsperre
Von der Seite der Sösetalsperre führt eine kürzere Verbindung über den Harzer BaudenSteig hinauf. Sie ist deutlich steiler und bei Nässe, Laub oder Eis nicht automatisch die leichtere Wahl. Die Talsperre wurde von 1928 bis 1931 als erste Talsperre der Harzwasserwerke gebaut. Sie dient unter anderem Trinkwasserversorgung, Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung und Energiegewinnung.
Parke nur an ausgewiesenen Flächen und beachte mögliche Baustellen- oder Straßensperren rund um die Vorsperre. Am Eselsplatz gibt es keine verlässliche Gastronomie. Nimm Wasser und Proviant mit; im Sommer ist der Wald schattig, im Winter können die Wege ungeräumt und glatt sein.
Stempelrunde
Eine direkte Kombination mit Kuckholzklippe (HWN 139) ist nur für eine längere Tour sinnvoll. Wer Geschichte bevorzugt, wandert den Hexenstieg-Abschnitt ab Osterode; wer die Talsperrenlandschaft einbinden möchte, startet auf der Sösetalseite. Beide Varianten erklären, warum dieser stille Platz früher ein wichtiger Knoten im Harzverkehr war.
Anfahrt
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.