HWN 221 Jungfernklippe: Waldweg ab Torfhaus

HWN 221 Jungfernklippe: Waldweg ab Torfhaus

📷 Jungfernklippe von Thomas Binder unter Lizenz CC BY-SA 4.0

Die Jungfernklippe liegt auf etwa 660 Metern Höhe südwestlich des Dehnenkopfs und oberhalb des Kellwassertals. Der Felsen steht an einer Forststraße, die hier zugleich die Grenze des Nationalparks Harz markiert. HWN 221 ist auf der kürzesten Variante technisch leicht erreichbar, doch der Rückweg steigt und winterliche Bedingungen können den Anspruch deutlich verändern.

Historische Bedeutung

In der Nähe beginnt die Blochschleife des Dammgrabens. Das Bergamt plante den „Langen Graben“, um auch Wasser aus Bruchberg- und Brockenfeld für die Bergwerke um Clausthal-Zellerfeld nutzbar zu machen. Die Arbeiten erstreckten sich mit Unterbrechungen von 1659 bis 1827. Gräben, Gefälle und Umleitungen gehören heute zum UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft.

Der Name Jungfernklippe ist regional überliefert; eine eindeutige historische Erklärung ist weniger belastbar als die sichtbare Verbindung von Fels, Wald und Wasserwirtschaft. Informationstafeln und freigegebene Wege vermitteln mehr als ein Versuch, den Felsen zu beklettern.

Wanderwege zur Jungfernklippe

  • Parkplatz „Ulmer Weg“: Der kleine Parkplatz liegt direkt an der B 4 etwa einen Kilometer unterhalb von Torfhaus. Nach vorsichtiger Straßenquerung folgt man links einem rund zwei Kilometer langen, leicht fallenden Schotterweg. Der Rückweg steigt entsprechend an.

  • Torfhaus: Vom Bereich unterhalb der Lerchenköpfe führt eine längere Waldroute am Kellwasser um den Dehnenkopf. Der konkrete Einstieg wird anhand aktueller Beschilderung gewählt.
  • Dammgraben-Tour: Wer Wasserbau erleben will, erweitert die Runde zur Blochschleife. Betriebs- und Schutzbereiche bleiben unberührt.

Nationalparkgrenze und Wegsicherheit

An der B 4 wird nur an übersichtlicher, zulässiger Stelle gequert. Verkehr kann schnell und bei Nebel spät sichtbar sein. Der Navigationspunkt ist kein Parkplatz. Ist die kleine Fläche voll, wird ein anderer offizieller Ausgangspunkt gewählt.

Der Schotterweg ist meist einfach, kann im Winter aber vereist, verschneit oder durch umgestürzte Bäume betroffen sein. In der Hochlage ändern sich Wetter und Sicht rasch. Bei Sturm, Gewitter oder amtlicher Sperrung wird die Tour verschoben.

Wo der Weg den Nationalpark berührt, gelten dessen Regeln: keine Abkürzungen, Hunde an der Leine, Pflanzen und Totholz bleiben liegen, Feuer ist verboten. Am Felsen gibt es keine Bewirtschaftung oder Trinkwasserstelle. Proviant kommt aus Torfhaus beziehungsweise aus dem Rucksack.

Die Jungfernklippe lässt sich mit Wegen Richtung Wolfswarte verbinden, doch HWN 135 macht aus dem einfachen Stempelweg eine deutlich längere Hochharztour. Für kurze Wintertage bleibt man bei der direkten Route und kalkuliert den ansteigenden Rückweg.

Das Kellwassertal fällt südlich des Stempelwegs deutlich ab. An Wegöffnungen bleibt man deshalb auf der sicheren Seite des Forstwegs und sucht keine unmarkierten Aussichtskanten. Der Felsen selbst ist ein kurzer Beobachtungsstopp; die eigentliche historische Tiefe der Tour entsteht durch Dammgraben, Wassergefälle und den Kontrast zwischen Nationalpark und bewirtschaftetem Forst.

Nach Schneefall kann die kleine Parkfläche ungeräumt oder eingeschränkt sein. Eine freie Fahrbahn wird niemals zugunsten eines Stempels blockiert. Torfhaus bietet dann den planbareren Ausgangspunkt, auch wenn die Wanderung länger wird.

Anfahrt

Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.

Auf einem Handy kannst du auch diesen 🗺️ Link verwenden, um den Ort in einer Kartenapp zu öffnen.

Stempel in der Nähe

Quellen und aktuelle Planung

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