HWN 52 Trageburg: Runde an der Rappbode
📷 RappbodevorsperreFelsverzierung von Kassandro unter Lizenz CC BY-SA 3.0
Die Trageburg ist kein erhaltenes Schloss, sondern ein Bodendenkmal auf etwa 499 Metern Höhe über dem rechten Ufer der Rappbode-Vorsperre. Die kleine mittelalterliche Anlage dürfte eine Furt und den damaligen Verkehrsweg gesichert haben. In einer Urkunde von 1654 erscheint der Name „Draburg“. Vor Ort sind vor allem Geländeformen und die Lage über dem Wasser interessant; der Stempel ist daher eher Ziel einer Landschafts- und Geschichtswanderung als einer Burgenbesichtigung.
Vom rund 2,5 Kilometer entfernten Trautenstein führt der Weg durch das Rappbodetal. Der Standort liegt auf einem Abschnitt des Harzer Hexen-Stiegs und lässt sich besonders gut mit der Vorsperre verbinden.
Tourenplanung und Startpunkte
Der praktikabelste Start ist der Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Trautenstein. Man folgt der örtlichen Beschilderung am rechten Ufer der Rappbode und steigt anschließend zur Burgstelle auf. Für eine vollständige Runde empfiehlt die offizielle HWN-Beschreibung, weiter zur Staumauer zu gehen, sie zu überqueren und den Rappbodeblick Trautenstein (HWN 56) einzubeziehen. Der Rückweg verläuft auf der anderen Seite des Stausees.
Diese klassische Kombination ist ungefähr 8 Kilometer lang. Die Tourismusregion Oberharz am Brocken führt außerdem eine Zwei-Sperren-Rundwanderung über HWN 52, 53 und 56: rund 13,1 Kilometer, etwa drei Stunden und mittlere Schwierigkeit ab Hagenmühle. Sie eignet sich für Wanderer, die zusätzlich die Hassel-Vorsperre besuchen möchten, verlangt aber eine saubere Tourenplanung an den Straßen- und Uferabschnitten.
Wegcharakter, Saison und Einkehr
Die Runde mischt Forstwege, Uferwege und kürzere Anstiege. Wurzeln, Laub, schlammige Stellen und nasse Steine sind möglich; nach Starkregen ist am Wasser besondere Vorsicht nötig. Die Burgstelle selbst bietet keine touristische Infrastruktur. Trittsichere Schuhe sind wichtiger als die auf dem Höhenprofil zunächst moderat wirkende Strecke.
Eine Einkehr gibt es direkt an der Trageburg nicht. Plane Verpflegung ein oder nutze Angebote in Trautenstein beziehungsweise Hasselfelde. Auf dem Harzer Hexen-Stieg und an der Staumauer gelten aktuelle Umleitungen und Sperrungen immer vor älteren GPX-Tracks.
Konkreter Tourencheck
Für die Trageburg sollte die Navigation nicht nur den Burgnamen, sondern auch den vorgesehenen Uferweg und die Rappbode-Staumauer enthalten. Die historische Stelle ist im Wald leicht unscheinbarer als eine Burgruine mit Mauern. Ein gespeicherter GPS-Punkt hilft beim letzten Abzweig, während Wegweiser und Hexen-Stieg-Markierung die verbindliche Route vorgeben. Nach längeren Regenfällen sind ufernahe Passagen und die Anstiege zur Burgstelle deutlich langsamer.
Wer HWN 52 und 56 verbindet, legt am besten vor dem Start fest, ob die Staumauer nur Wendepunkt oder Teil der vollständigen Seeumrundung ist. Für die 13,1-Kilometer-Dreierstempelrunde mit HWN 53 kommt zusätzlich die Hassel-Vorsperre hinzu; dann sind ausreichend Getränke und ein früher Aufbruch wichtiger als ein spontaner Einkehrversuch. Bei einer Sperrung an Wasserbauwerk oder Uferweg wird die Runde angepasst, nicht über Böschung oder Betriebsfläche abgekürzt.
Navigation zum Stempelkasten
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.