HWN 70 Prinzensicht: Aussicht vom Hexentanzplatz
📷 Bodetal Prinzensicht von Axel Hindemith unter Lizenz Public domain
Die Prinzensicht liegt auf 436 Metern Höhe oberhalb der Bodetalschlucht nahe dem Hexentanzplatz. Zwei Aussichtspunkte öffnen den Blick in das rund 200 Meter tiefer liegende Tal. Auf der gegenüberliegenden Talseite ist ein Gedenkkreuz für den im Ersten Weltkrieg gefallenen Freiherrn Hellmuth zu Bibra zu erkennen. Der Stempel liegt am Aussichtspunktbereich; wegen der Felskanten ist die kurze Entfernung zum touristischen Zentrum nicht mit Barrierefreiheit gleichzusetzen.
Belaubung, Nebel und Gegenlicht verändern das Panorama stark. Frühling und Herbst bieten oft freiere Sicht, bringen aber auch feuchte oder vereiste Pfade.
Tourenplanung und Startpunkte
Der einfachste Start ist der Hexentanzplatz. Von dort folgt man dem ausgeschilderten Waldpfad zunächst zur La Viershöhe (HWN 72) und weiter zur Prinzensicht. Beide Stempel lassen sich auf einer kompakten Höhenrunde verbinden. Wer von Thale startet, muss den langen Anstieg oder die Kabinenbahn in die Planung einbeziehen.
Eine größere Tour verbindet Treseburg, Weißer Hirsch (HWN 67), Pfeil-Denkmal (68), La Viershöhe (72) und Prinzensicht. Die offiziell beschriebene Strecke Treseburg–Hexentanzplatz ist etwa 10 Kilometer lang; der zusätzliche Abstecher zur Prinzensicht verlängert sie. Rückfahrt und Betriebszeiten der Seilbahn oder Busse vorab prüfen.
Wegcharakter, Saison und Einkehr
Die Höhenwege sind überwiegend gut erkennbar, enthalten aber Wurzeln, Steine und schmale Abschnitte. An den Aussichtsfelsen sind Trittsicherheit und Abstand zur Kante erforderlich. Bei Gewitter, Sturm, Eis oder dichtem Nebel sollte man auf den exponierten Abstecher verzichten.
Gastronomie und Toiletten befinden sich am Hexentanzplatz, abhängig von Saison und Öffnungszeiten. Am Aussichtspunkt selbst gibt es keine Versorgung. An stark besuchten Tagen früh starten, um Parkplatzsuche und volle Wege zu vermeiden. Wer mit der Kabinenbahn anreist, rechnet Wartezeiten und den Fußweg zwischen Bergstation, La Viershöhe und Prinzensicht getrennt; die letzte Talfahrt darf nicht mit der geplanten Ankunftszeit zusammenfallen.
Konkreter Tourencheck
Am Hexentanzplatz beginnt die Planung nicht erst am ersten Waldweg: Parkplatzsuche, Veranstaltungstage sowie Betriebszeiten von Kabinenbahn und Bus können mehr Zeit beanspruchen als erwartet. La Viershöhe HWN 72 wird als erstes Zwischenziel gesetzt, anschließend folgt die Prinzensicht. Wer mit der Bahn anreist, legt eine persönliche späteste Umkehrzeit deutlich vor die letzte Talfahrt.
Beide Aussichtspunkte liegen über steilen Felsflanken. Bei Wind, Eis oder Nebel wird die Höhenrunde verkürzt, auch wenn der touristische Ausgangsbereich geöffnet ist. Kinder bleiben an den Sichtpunkten in Griffweite; Fotoausrüstung wird nur auf breitem Standplatz ausgepackt. Die größere Verbindung aus Treseburg über HWN 67 und 68 verlangt Rücktransport und zusätzliche Gehzeit. Gastronomie am Hexentanzplatz ist ein möglicher Abschluss, aber keine Versorgung auf den Waldabschnitten. An Veranstaltungstagen werden zusätzlich Menschenmengen am Rückweg einkalkuliert; ruhige Wanderzeit und touristische Stoßzeit fallen nicht immer zusammen. Die Aussichtsbänke bleiben für andere Gruppen mitnutzbar.
Navigation zum Stempelkasten
Unter diesem 📍 Link ist die Stempelstelle der Harzer Wandernadel in Google Maps zu finden.