HWN 100 Ebersburg: Aufstieg ab Sägemühle

HWN 100 Ebersburg: Aufstieg ab Sägemühle

📷 Ebersburg 02 von MacElch (Rainer Kunze) unter Lizenz CC BY-SA 3.0

Die Ebersburg liegt auf einer etwa 410 Meter hohen Porphyrkuppe nördlich von Herrmannsacker. HWN 100 führt zu einer mehr als 800 Jahre alten Ruine mit mächtigem Rundturm und weitem Blick über den Südharz. Die korrigierten Zielkoordinaten des Stempelkastens lauten 51.553806, 10.879722. Sie ersetzen abweichende ältere Kartenpunkte.

Die Anlage ist frei als Wanderziel erlebbar, bleibt aber ein historisches Denkmal. Mauerkronen, lose Steine und ungesicherte Kanten sind keine Kletteranlage. Besonders nach Frost oder Starkregen können sich kleine Steine lösen; Sperrungen des Erhaltungsvereins müssen beachtet werden.

Romanische Burg am Thüringer Harzrand

Die Burg entstand wahrscheinlich zwischen 1181 und 1183; 1199 wird Heinrich von Eversberch als Marschall des thüringischen Landgrafen genannt, 1216 urkundete der Landgraf auf der Ebersburg. Der Grundriss der Hauptburg misst ungefähr 45 mal 60 Meter. Im Innenhof steht der runde Bergfried mit etwa 12,7 Metern Durchmesser und bis zu 4,5 Meter starken Mauern.

Vor-, Unter- und Oberburg sowie Reste von Palas und Turm lassen die Gliederung der Anlage erkennen. Nach 1587 wurde sie aufgegeben und verfiel. Heute kümmert sich ein Verein um Sicherung und Vermittlung. Der Harzer Tourismusverband ordnet die Ebersburg als besonders geschlossen erhaltene romanische Ruinenanlage ein.

Der erhaltene Bergfried wirkt massiv, ist aber nicht automatisch jederzeit zur Besteigung freigegeben. Zugangshinweise des Vereins gelten vor Ort. Selbst wenn ein Innenbereich gesperrt ist, lassen sich Grundriss und Mauerstärken von den zugelassenen Wegen gut erfassen.

Start an der Sägemühle

Die Harzer Wandernadel empfiehlt den von Herrmannsacker erreichbaren Parkplatz beim Gasthaus zur Sägemühle. Von dort folgt man der Ausschilderung bergauf. Ob die Gastronomie geöffnet ist, wird vorab geprüft; der Wanderstart ist nicht mit einer garantierten Einkehr gleichzusetzen.

Der Aufstieg führt über Waldwege und natürliche Pfade. Auf den letzten Metern sind Steigung, Wurzeln und Fels zu erwarten. Nach Regen wird der Porphyr rutschig, im Herbst verdeckt Laub Unebenheiten. Kinder brauchen im Ruinengelände Aufsicht; ein Kinderwagen eignet sich nicht für den oberen Burgbereich.

Tourenplanung im Südharz

Ebersburg kann als eigenständige Hin-und-zurück-Tour besucht oder in längere Verbindungen Richtung Neustadt, Harzer Holzdampflok und Glockensteine eingebaut werden. Zwischen diesen Zielen liegen offene Flächen, Wald und zusätzliche Höhenmeter. Alte Standortdaten von HWN 99 werden dabei vermieden, weil der Kasten inzwischen dauerhaft an der Holzlok am Galgenberg steht.

Direkt in der Ruine gibt es keine Versorgung. Wasser und Proviant gehören mit, ebenso Sonnenschutz für offene Passagen. Bei Gewitter verlässt man Turm- und Kuppenbereich. Eine aktuelle Karte hilft für den Rückweg, da Forstzufahrten nicht automatisch öffentliche Wanderwege oder Parkplätze sind.

Wer fotografiert, sollte genügend Zeit für wechselnde Blickachsen zwischen Vorburg, Bergfried und Südharz einplanen. Drohnenflüge sind kein selbstverständlicher Bestandteil des Besuchs und unterliegen Luft-, Natur- und Eigentumsregeln; im Zweifel bleibt die Drohne zu Hause.

Stempel in der Nähe

Anfahrt zur Stempelstelle

Die Zielkoordinaten führen zum Stempelkasten, nicht automatisch zu einem legalen Parkplatz. Über diesen 📍 Google-Maps-Link lässt sich HWN 100 öffnen.

Auf einem Smartphone kann auch der 🗺️ Geo-Link in einer Karten-App geöffnet werden.

Quellen und weiterführende Informationen

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